Steinen Von Einzelberatungen überrannt

Maximilian Müller
Bürgermeister Gunther Braun mit den Schulsozialarbeiterinnen Juliane Pfuhl (links) und Julia Engel. Foto: Maximilian Müller

Die neuen Schulsozialarbeiterinnen Juliane Pfuhl und Julia Engel hatten in ihren ersten Monaten am Schulzentrum Steinen schon gut zu tun. Sie würden überrannt mit komplexen Fällen, berichteten die beiden.

Von Maximilian Müller

Steinen - Engel und Pfuhl stellten sich und ihre Arbeit in der jüngsten Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses vor.

Für Engel, die im März begonnen hat, ist es die erste Stelle an einer Schule. Im Studium legte sie einen Schwerpunkt auf Rassismuskritik. Pfuhl kehrte im Februar ans Schulzentrum zurück. 43 Fälle verzeichneten die beiden bislang. Dabei handelte es sich um zwölf Jungen, 30 Mädchen und eine diverse Person. Vier waren Grundschüler, der Rest aus der Realschule.

Klassenrat und Prävention

Es liege wohl an Corona, dass es aktuell zu mehr dynamischen Entwicklungen in den Klassen komme. Wegen der Pandemie habe vielen Schülern die Zeit gefehlt, sich auszuleben und ihren Charakter zu finden, sagte Pfuhl.

Sie hätten so viele Einzelfälle zu bearbeiten, dass sie sich noch gar nicht in allen Klassen vorstellen konnten, obwohl sie das längst vorhatten, ergänzte Engel.

Bei den Einzelfällen gehe es um Themen wie Streitschlichtung, Unzufriedenheit, Probleme und Gewalt in der Familie, selbstverletzendes Verhalten, Ängste, Vernachlässigung, Schulabsentismus, Umgang mit Aggressionen, Mobbing, gestörtes Essverhalten oder auch Liebeskummer, Beziehungsprobleme und die Scheidung der Eltern.

Für die Zukunft wollen die beiden einen Klassenrat ins Leben rufen, der unter anderem bei Ausflügen mitreden kann. Außerdem gebe es schon Anfragen von Lehrern, in denen es darum geht, ein positives Klassenklima zu schaffen. Auch präventive Angebote wollen die beiden ausbauen. Ein Problem bei der Arbeit sei der mangelnde Platz in der wachsenden Schule.

Finanziert wird die Schulsozialarbeit von der Gemeinde und dem Kreis mit jeweils 30 000 Euro sowie dem Land mit 20 000 Euro.

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