Steinen-Weitenau (hjh). „18 Jahre Spaß am ehrenamtlichen Engagement“ liegen hinter Ernst Gempp, der bei der Jahreshauptversammlung der Freunde und Gönner der WKG-Ringer seine Ankündigung wahr machte und seinen Posten als Vorsitzender des Fördervereins räumte.

Satzungsänderung

Nicht nur Hanspeter Dürr, der Vorsitzende des TuS Weitenau und damit ein Verantwortlicher der beiden Vereine aus Weitenau und Wieslet, die sich in Sachen Ringen zu einer WKG zusammengetan haben, zollte Gempp „höchsten Respekt“, auch Gempps Stellvertreter Norbert Heuberger gab offen zu: „Du wirst uns sehr fehlen.“ Auch Ernst Gempps Nachfolger Walter Möhrle, der auch Chef des WKG-Partners SV Wieslet ist, machte da keine Ausnahme. Ihm vor allem schrieb Gempp ins Stammbuch, den Jugendbereich weiter nachhaltig zu fördern und in den drei Vereinen, die dem Ringsport in der Region Rückhalt geben, „die bisher so erfolgreich geübte Streitkultur unbedingt zu erhalten.“

Für den Förderverein Ringen Weitenau-Wieslet-Schopfheim, der mit dem Einverständnis der TSG Schopfheim den Sportlern der Markgrafenstadt den Rücken kehrte, nun als „Förderverein Ringen Weitenau-Wieslet“ – die Satzungsänderung wurde einstimmig beschlossen - weitergeführt wird, war es also „Time to say goodbye“, nachdem der Schlussstrich unter ein „schwieriges Jahr, das super geendet hat“, gezogen war.

Kasse

Nicht nur die sportlichen Erfolge wurden im „Hirschen“ noch einmal zünftig gefeiert. Auch finanziell konnte der Förderverein nachlegen und mit einem satten Plus das große Loch stopfen, das sich im Vorjahr nach einer Steuernachzahlung aufgetan hatte. Es konnten also weiter Rücklagen gebildet werden für die Ersatzbeschaffung eines Mannschaftsbusses, der man Dank des ungebremsten Engagements zahlreicher Sponsoren ein gutes Stück näher gerückt zu sein scheint.

Rückblick

Trotz angezogener „Sparbremse“ wurde auch 2017 wieder in den Bereich Jugend kräftig investiert. Und Gempps Verein versäumte es auch im abgelaufenen Jahr nicht, sich bei den Sponsoren mit einer Einladung zum Lokalderby mit der RG Hausen-Zell für die finanzielle Unterstützung zu bedanken. Gempps Dank galt aber auch seinen Mitstreitern im Vorstand, die sich um Sponsoren bemühten. Ernst Gempp bedauerte, dass viele Zuschauer wegen unverständlicher und völlig falscher Verbandsregeln um den ungetrübten Genuss spannender Kämpfe gebracht wurden. Diesen Regeln sei es unter anderem zu verdanken gewesen, dass zum Ende der Saison hin aus Angst vor einem drohenden Aufstieg in die Bundesliga keiner Erster oder Zweiter werden wollte. Die „Angst vor dem Aufstieg“ führte die WKG schließlich auf Rang vier in der Regionalliga-Tabelle. Und da die Zweite der Ersten Personal zur Verfügung stellen musste, hat die dann auch problemlos den Abstieg geschafft.

Wahlen

Ernst Gempp fand es „toll, nach langer Suche einen Kandidaten gefunden zu haben, der selbst lange Jahre als Ringer aktiv und schließlich bereit war, sich als Vorsitzender zur Verfügung zu stellen.“ Das fanden wohl auch die übrigen Mitglieder des Fördervereins Ringen, die Walter Möhrle einstimmig zu Gempps Nachfolger wählten. Jörg Bregger blieb Schriftführer, Ralf Leisinger sprang für den ersten Beisitzer Herbert Vogt in die Bresche. Und Andreas Würgers Kassen prüfen im kommenden Jahr Martin Bluch und Kurt Leisinger.