Steinen Weg frei gemacht für Wohnbebauung

Ortsvorsteherin Almut Steyer (Schlächtenhaus) wurde am Donnerstagabend von Steffen Peter für eine fünfjährige Amtszeit verpflichtet. Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt

Mit der Verpflichtung von Ortsvorsteherin Almut Steyer begann am Donnerstagabend im Ortschaftsrat Schlächtenhaus der Einstieg in die Tagesordnung.

Von Harald Pflüger

Steinen-Schlächtenhaus. Almut Steyer, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai einen überwältigenden Vertrauensbeweis erhalten hatte, wurde im Ortschaftsrat von ihrem Stellvertreter Steffen Peter für eine fünfjährige Amtszeit als Ortsvorsteherin verpflichtet.

Der Kameradschaftsraum der Freiwilligen Feuerwehr platzte schier aus den Nähten, so groß war das Zuschauerinteresse, das auch die Wertschätzung, die die neue Ortsvorsteherin genießt, ausdrückt. Zur Verpflichtung ers chienen unter anderem Almut Steyers Eltern, Pfarrer im Ruhestand Klaus Steyer und seine Frau, ihr Ehemann und ihre Tochter, Bürgermeister Gunter Braun, die Ortsvorsterinnen-Kolleginnen aus Hägelberg (Gabriele Kaiser-Bühler) und Endenburg (Daniela Trefzer) sowie ihr Amtsvorgänger Heinrich Stiefvater.

Fußweg zur Kirche

In der Bürgerfragestunde erkundigte sich der frühere stellvertretende Ortsvorsteher Fred Hufschmidt nach den Chancen für einen Fußweg von Schlächtenhaus zur Hofener Kirche. Kirchgänger, so Hufschmidt sinngemäß, müssten immer fürchten, über den Haufen gefahren zu werden. Almut Steyer sprach von schlechten Chancen: Es sei unrealistisch, dass ein Fußweg gebaut wird, so wünschenswert er auch sei.

Seit im Leisiholzweg der von Weitenau nach Schlächtenhaus führt, Breitbandkabel verlegt wurden, sei der Weg nicht mehr so wie früher mit dem Traktor befahrbar, klagte Gerhard Bechtel in der Bürgerfragestunde. Altmut Steyer sagte, dass das Problem bekannt sei und auf Nachbesserung gedrängt wurde. In diesem Zusammenhang wies die Ortsvorsteherin auf eine am 20. September geplante Informationsveranstaltung (19 bis 21 Uhr, Steinenberghalle) zum Thema Breitbandanschluss hin.

Bebauungsplan „Bühl“

Im Mittelpunkt der Ortschaftsratssitzung stand der Bebauungsplan „Bühl“ in Hofen. Einen Aufstellungsbeschluss hatte der Gemeinderat bereits im März gefasst. Bei der Ausarbeitung des Planentwurfs ergab sich aus Sicht des Ortsplaners die Notwendigkeit, den Abgrenzungsbereich geringfügig anzupassen, sagte Patrik Riesterer vom Bauamt der Gemeinde Steinen, der den Tagesordnungspunkt erläuterte. Die Aufstellung des Bebauungsplans wird erforderlich, um Wohnbauflächen zur Deckung des örtlichen Eigenbedarfs zu schaffen. Die vorgesehene Baufläche befinde sich zwar im Außenbereich, das Landratsamt Lörrach habe aber signalisiert, dass die Gemeinde eine maßvolle Erweiterung der bestehenden Bebauungsstruktur vornehmen könne, so Riesterer. Durch die Aufstellung des Bebauungsplans sollen die planungsrechtlichen Zulässigkeitsvoraussetzungen für die Errichtung von zwei Wohngebäuden mit Garage geschaffen werden. Riesterer sagte, dass die Aufstellung des Bebauungsplans im beschleunigen Verfahren erfolgen könne und kein Umweltbericht erstellt werden müsse. Eine artenschutzrechtliche Betrachtung genüge.

Das weitere Prozedere sieht nun so aus, dass sich der Gemeinderat in seiner Sitzung mit dem Thema befassen wird und es dann zur Offenlage kommt. Anschließend werden im Gemeinderat die während der Offenlage eingegangenen Anregungen behandelt, ehe dann der Satzungsbeschluss gefasst werden kann. Im Ortschaftsrat wurde einhellig begrüßt, dass Einheimischen die Möglichkeit gegeben werden soll, im Ort zu bauen, und so war es kein Wunder, dass die Aufstellung eines Bebauungsplan „Bühl“ befürwortet wurde.

Bauvorhaben

Ebenfalls einstimmig fiel das Votum zugunsten eines Neubaus eines Einfamilienhauses mit Garage im Krämelweg aus. Für das Bauvorhaben liegt bereits ein Bauvorbescheid vor.

Lediglich zur Kenntnis zu nehmen hatte das Gremium zwei Abbruchanträge, wobei einer im Zusammenhang mit dem Neubauvorhaben im Krämelweg stand.

Aus der Mitte des Ortschaftsrats kam der Vorschlag, mit der Jugendwehr verschiedene Projekte im Ortsteil in Angriff zu nehmen, um die Jugendlichen mit dem Dorf zu verwurzeln. Ein weiterer Vorschlag betraf die Nutzung der Räume im alten Feuerwehrgerätehaus. Man sollte über die künftige Nutzung nachdenken, so die Anregung. Dazu gehört erst einmal festzustellen, welche Räume benötigt werden und welche für eine anderweitige Nutzung zur Verfügung stehen.

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