Temperatursturz angesagt 37,1 Grad in Baden-Württemberg gemessen

In Baden-Württemberg stiegen die Temperaturen am Samstag deutlich über 30 Grad - hier in Freiburg auf rund 34 Grad. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa Foto: dpa

Offenbach - Nach mehreren Hitze-Tagen bringen Gewitter und eine Kaltfront Abkühlung nach Deutschland. Am Samstag kletterten die Temperaturen in Süddeutschland auf weit über 30 Grad Celsius.

Am wärmsten war es mit 37,1 Grad in Bad Mergentheim-Neunkirchen im Nordosten von Baden-Württemberg, wie der Meteorologe Tobias Reinartz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Samstagabend mitteilte. In Bayern war es mit 36,8 Grad in Kitzingen und 36,1 Grad in Regensburg nur wenig kühler. Generell lagen die Temperaturen im Süden und in der Mitte Deutschlands über 30 Grad. Darunter lagen die Werte nördlich einer Linie, die vom Münsterland bis in die Uckermark reichte. Am Freitag war im südbadischen Rheinfelden mit 38,5 Grad Celsius der bislang höchste Wert des Jahres gemessen worden.

Allerdings verzeichnete der DWD auch starke Gewitter im Süden von Bayern und Baden-Württemberg. Dabei seien teilweise knapp 50 Liter pro Stunde und Quadratmeter gefallen, sagte Reinartz. Für die Nacht erwartete der Meteorologe schauerartige und teils heftige Regenfälle mit eingelagerten Gewittern, die sich vom Südwesten zur Mitte des Landes hin ausbreiten würden.

Zudem ziehe eine Kaltfront von der Nordsee her nach Deutschland, die in der Nacht erwartet werde, hieß es vom DWD am Samstag. Weitere, teils schwere Gewitter könnten die Folge sein. Der Osten und der Südosten sollten davon auch am Sonntag noch betroffen sein. Im Südosten ist Dauerregen möglich. Auch im Norden wird der Sonntag unbeständig. Die Temperaturen liegen bei 22 bis 28 Grad, bei längerem Regen und an der See nur noch um die 20 Grad.

Zu Beginn der neuen Woche regnet es der Vorhersage zufolge im Süden und Südosten weiter, sonst bleibt es weitgehend trocken. Es wird nicht wärmer als 20 bis 25 Grad, bei Dauerregen wird die 20-Grad-Grenze sogar unterschritten.

"Erst ab Mittwoch schafft es das Azorenhoch wieder, das Land von Westen her komplett einzunehmen und mit viel Sonne zu versorgen", erklärte der DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel. Am Donnerstag sind dann im Südwesten wieder mehr als 30 Grad möglich. "Der Hochsommer geht nur kurz, um mit voller Macht und vielleicht auch nachhaltig zurückzukehren", erklärte der Meteorologe.

© dpa-infocom, dpa:200801-99-09027/3

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