Tischtennis Arapovic nährt die ESV-Hoffnungen

Uli Nodler

Premiere bei den Damen-Pokalmeisterschaften: Zum ersten Mal findet das Qualifikationsturnier und das Final Four an einem Wochenende statt. Bundesligist ESV Weil und elf weitere Mannschaften versuchen am morgigen Samstag in der Sporthalle Hannover-Misburg, eines der begehrten vier Tickets für das Finalturnier einen Tag später an gleicher Stelle zu lösen.

Von Uli Nodler

Weil am Rhein/Hannover. Wer wird sich den begehrten ersten Titel des neuen Jahres 2022 holen? Erneut heißt der Favorit ttc berlin eastside. Am aktuellen Champions­­  League-Sieger gibt es wohl kein Vorbeikommen. Beim ESV Weil gibt man sich eher entspannt vor dem ersten Höhepunkt des noch jungen Jahres: „Wir haben eine starke Mannschaft, aber auch einen starken Gegner in der Gruppe. Die Mannschaft wird alles in die Waagschale werfen, um wie im letzten Jahr das Endturnier der besten vier deutschen Damen-Mannschaften zu erreichen“, infomiert Serge Spiess vor dem Auftritt seiner Mannschaft in Hannover.

In der Tat, die Gruppe ist nicht von schlechten Eltern. Der ESV Weil trifft auf den Liga-Konkurrenten SV DJK Kolbermoor, der die Grenzstädterinnen unlängst in der Liga klar bezwungen hat. Kolbermoor ist zudem der Vorjahresfinalist. Wohl chancenlos dürfte in der Gruppe C Zweitbundesligist Füchse Berlin sein.

Auf Weiler Seite wird Coach Alen Kovac mit Polina Trifonova, Izabela Lupulesku, Hana Arapovic und Vivien Scholz antreten. Nicht dabei ist Ievgeniia Sozoniuk, die wie ihre Mitspielerinnen vollständig geimpft ist, aber zu Hause Mutterpflichten erfüllt.

Das Pokalsystem sieht vor, dass in den Duellen auf drei Siegpunkte gespielt wird. Sollte es nach den Einzeln 2:2 stehen, wird eine Doppelpartie das Duell entscheiden.

Von Vorteil ist für Weil die Tatsache, dass Arapovic, die bei der Ligen-Niederlage gefehlt hat, diesmal dabei ist. Sie hat in der Bundesliga-Vorrunde eine Bilanz von 6:1-Siegen im hinteren Paarkreuz aufzuweisen. Auch gegen Kolbermoor könnte Lupulesku an Position zwei für einen Punkt gut sein. Sie spielt wie Trifonova gegen die beiden Spielerinnen auf eins und zwei.

In der Gruppe A ist der ttc eastside berlin natürlich der große Favorit. Berlin trifft auf den Bundesliga-Konkurrenten TTG Bingen/Münster-Sarmsheim und den Zweitligisten NSU Neckarsulm.

Spannender dürfte da schon die Gruppe B sein, in der sich der TSV Schwabhausen und TSV Langstadt ein enges Duell um den Einzug in die Endrunde liefern könnten.

Recht ausgeglichen präsentiert sich die Gruppe D mit Bundesliga-Schlusslicht SV Böblingen, dem BundesligaNeuling TTC Weinheim und dem ehemaligen Bundesligisten LTTV Leutzscher Füchse.

„Wir haben in jeder Gruppe mindestens ein starkes Team und eine gute Chance, vier absolute Spitzenmannschaften beim Final Four am Sonntag zu sehen”, sagt Uwe Rehbein, der Kopf der drei ausrichtenden Vereine TTC Helga Hannover, Badenstedter SC und SG Misburg.

Seit der Wiedereinführung der Pokalmeisterschaften im Jahr 2014 findet das Turnier zum vierten Mal in Hannover unter der Federführung der drei Vereine statt. Für Uwe Rehbein ist es seit 1987 sogar die 25. nationale oder internationale Veranstaltung, die er ausrichtet.

Titelverteidiger Berlin wird jedenfalls mit einem guten Gefühl in Niedersachsens Hauptstadt fahren: Alle bisherigen drei Final Fours dort konnten die Hauptstädterinnen gewinnen. Erstmals werden die gesamten Pokalmeisterschaften kompakt an einem Wochenende ausgetragen. Turnierbeginn am Samstag wird um 11 Uhr sein, für die vier Finalisten geht es am Sonntag ab 10 Uhr um die „Wurst“. Vom Qualifikationsturnier werden ausgewählte Spiele im Livestream bei Sportdeutschland.TV zu sehen sein, am Sonntag alle drei Partien.

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