Tischtennis Auf Augenhöhe mit dem Favoriten

Izabela Lupulesku vom ESV Weil am Rhein zeigt sich in der Hauptstadt im Bundesliga-Duell von ihrer besten Seite.Foto: Marco Steinbrenner Foto: Die Oberbadische

Die Gegenwehr dauerte gut zwei Stunden, doch am Ende mussten die Tischtennis-Damen des ESV Weil am Rhein im sechsten Saisonspiel der 1. Bundesliga die vierte Niederlage einstecken. In der Nachholbegegnung unterlagen die Schützlinge von Trainer Alen Kovac beim amtierenden Deutschen Meister TTC Berlin eastside mit 3:5.

Von Marco Steinbrenner

Berlin/Weil. Für die Gastgeberinnen war es der erste Saisonerfolg. Und die Weiler waren zufrieden mit dem Auftritt: „Wir haben mehr erreicht, als ich im Vorfeld gedacht hatte“, gab der ESV-Coach anschließend ehrlich zu. „Die Mannschaft verkaufte sich sehr gut und zeigte Zähne. Das hat mir gefallen.“

Ohne Spitzenspielerin Ievgeniia Sozoniuk, die aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht aus ihrem Heimatland Ukraine nach Deutschland einreisen konnte, trat der Bundesliga-Neuling in der Hauptstadt an. Polina Trifonova musste sich als einzige Akteurin aus Weil in beiden Partien geschlagen geben. Dafür kamen Izabela Lupulesku, Sophia Klee und Vivien Scholz jeweils auf eine 1:1-Bilanz.

Lupulesku trumpft in Berlin groß auf

Über das ganze Gesicht strahlte Neuzugang Lupulesku. Und das völlig zurecht, denn der Neuzugang aus Serbien hatte es soeben geschafft, die zweifache nationale Einzeltitelträgerin Nina Mittelham zu besiegen.

Trotz deutlich verlorenem ersten Satz (2:11) gab Weils Nummer Zwei nicht auf und entschied die nachfolgenden Durchgänge überraschend mit 11:6, 11:8 sowie 11:6 für sich. „Ich bin so glücklich“, freute sich die mehrfache serbische Meisterin. „Ich musste nach meiner Ankunft am 2. Januar eine Woche in Quarantäne und habe deshalb nur mit meinem Trainer im Wohnzimmer spielen können.“

Ein ebenfalls positives Fazit zog Sophia Klee. Die 17-Jährige hatte sich in ihrer ersten Partie gegen Jessica Göbel mit 3:1 behauptet. „Die Saison läuft für mich bislang nicht wie gewünscht. Der Erfolg heute gibt mir aber sicherlich Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.“ Gegen Britt Eerland befand sich Klee in der Außenseiterrolle. Trotz der 0:3-Niederlage hatte die deutsche Jugendmeisterin gut mitgehalten. „Meine Gegnerin hat taktisch sehr gut gespielt.“

An ihre starken Leistungen aus dem vergangenen Jahr knüpfte Vivien Scholz auch im ersten Pflichtspiel 2021 an. Der Nummer vier des ESV gelang ebenfalls ein Vier-Satz-Erfolg gegen Göbel. Kurz vor einer Sensation stand Scholz gegen Eerland. Trotz der Abwehr eines Matchballs im vierten Abschnitt und dem 13:11-Satzgewinn reichte es für die Weilerin nicht zur Überraschung.

In den entscheidenden Phasen präsentierte sich Britt Eerland einen Tick erfahrener. „Das war ein Spiel mit Höhen und Tiefen. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung zufrieden.“ Besonders freute sich Weils Vivien Scholz über den Erfolg gegen Jessica Göbel, „denn das letzte Duell hatte ich noch mit 2:3 verloren“.

Rückrunde startet am kommenden Sonntag

Das Heimspiel gegen den TSV Schwabhausen am kommenden Sonntag (17. Januar) um 14 Uhr bildet den Auftakt in die Rückrunde. Den ersten Vergleich am 7. November hatte noch die Mannschaft aus dem Landkreis Dachau mit 5:3 gewonnen.

Pokal: Weiler Niederlage gleich im Halbfinale

Die ESV-Premiere endete gleich mit einer Niederlage: Beim Final Four um die deutsche Pokalmeisterschaft in Berlin am gestrigen Sonntag schied der ESV Weil am Rhein in der Vorschlussrunde aus. Der Bundesliga-Aufsteiger verlor gegen den Titelverteidiger TTC Berlin eastside klar mit 0:3.

Izabela Lupulesku, Vivien Scholz und Sophia Klee gewannen lediglich einen Satz. Spitzenspielerin Polina Trifonova musste gestern verletzt passen.

Das Endspiel in der deutschen Hauptstadt gewann anschließend der Klub aus der Hauptstadt gegen den SV DJK Kolbermoor nach über drei Stunden mit 3:2. Ein ausführlicher Bericht folgt in der Dienstagsausgabe.

TTC Berlin eastside – ESV Weil 5:3. – Shan Xiaona – Izabela Lupulesku 3:0 (11:5, 11:5, 11:2), Nina Mittelham – Polina Trifonova 3:0 (11:8, 11:5, 11:8), Britt Eerland – Vivien Scholz 3:2 (11:5, 11:9, 3:11, 11:13, 11:5), Jessica Göbel – Sophia Klee 1:3 (11:6, 9:11, 2:11, 4:11), Shan Xiaona – Polina Trifonova 3:1 (11:9, 11:4, 4:11, 11:5), Nina Mittelham – Izabela Lupulesku 1:3 (11:2, 6:11, 8:11, 6:11), Britt Eerland – Sophia Klee 3:0 (11:7, 11:5, 11:5), Jessica Göbel – Vivien Scholz 1:3 (12:14, 11:9, 9:11, 11:13)

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