Tischtennis Das nächste Ass für den ESV

Sie steht in der aktuellen Tischtennis-Weltrangliste auf Position 89 und wird den ESV Weil in der ersten Bundesliga im vorderen Kreuzpaar verstärken. Sie kommt aus Serbien und heißt Izabela Lupulesku.

Von Uli Nodler

Weil am Rhein. Serge Spiess, der Sportliche Leiter des neuen Damen-Erstbundesligisten im Dreiländereck, hat in all den Jahren seines erfolgreichen Wirkens beim ESV ein hervorragendes Netzwerk auf nationaler und internationaler Ebene gesponnen. So ist ihm unlängst auch ein Talent aus Serbien aufgefallen. Und wie!

Schließlich haben Philipp Floritz, der in der 3. Bundesliga für Hertha BSC Berlin Tischtennis spielt, und der Ex-Weiler Tom Eise den Stein ins Rollen gebracht. „Danach ging alles recht zackig. Wir waren uns mit Izabela schnell einig. Sie ist eine großartige Spielerin und eine enorme Verstärkung für uns“, freut sich Spiess über die Verpflichtung der jungen Serbin.

In der Tat: Der sportliche Werdegang der 20-Jährigen kann sich sehen lassen. Die Nationalspielerin und aktuelle Nummer eins Serbiens hat als Kadetten- und Jugendspielerin bei Welt- und Europameisterschaften im Einzel, Doppel und Mixed eine Silber- und sechs Bronzemedaillen gewonnen. Zudem erreichte sie bei den Damen im vergangenen Jahr als eine der jüngsten Spielerinnen bei den letzten Europameisterschaften die Runde der besten 32 und bei den Weltmeisterschaften die Runde der besten 64.

Nun hat sich das neue Ass des ESV Weil als vorrangiges Ziel auf internationaler Ebene die Teilnahme im Mixed bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio im nächsten Jahr gesetzt.

Izabela Lupulesku hat auf der World Tour bereits etliche Spielerinnen, die deutlich höher als sie klassiert sind, geschlagen. So bezwang sie unter anderem Soo Wy Yam Minnie, die in der aktuellen Weltrangliste (WR) an Position 29 geführt wird. Siege feierte sie auch gegen Ni Xia Lian (WR 43, Luxenburg), Barbora Balazova (WR 52, Slowakei) und Xiao Maria (WR 69, Spanien).

Im Erstbundesliga-Team des ESV Weil ist Lupulesku im vorderen Paarkreuz eingeplant, entweder als Nummer eins oder als Nummer zwei hinter der ukrainischen Nationalspielerin Ievgeniia Vasylieva. Auf den Positionen drei und vier werden dann Polina Trifonova und Sophia Klee aufschlagen. Die Belgierin Eline Loyen steht als Ersatzspielerin bereit.

Sophia kennt Izabela bereits. Die beiden haben im vergangenen Jahr bei einem Turnier in den USA ein Team gebildet. „Mit Izabela hat der ESV Weil eine enorm starke Spielerin geholt. Bei der letzten Jugend-Mannschafts-EM bin ich mit dem deutschen Team auf Serbien mit Izabela getroffen und habe in einem engen Match mit 2:3-Sätzen nur knapp verloren“, ist die aktuell beste deutsche Jugendspielerin überaus angetan von ihrer neuen Teamkameradin.

Auch Izabela Lupulesku, die in diesem Jahr für den serbischen Spitzenklub STK Novi Sad und in Spanien für CTT Santa Eularia spielte, fiebert der neuen Herausforderung in Weil am Rhein entgegen: „Ich bin sehr aufgeregt und freue mich wahnsinnig auf die Herausforderung.“

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