Tischtennis Das Tischtennis-Tagebuch der Sophia Klee

Das Top-Talent in Diensten des ESV: Sophia Klee.Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Frage: Liebe Tischtennisfreunde,

Frage: ich heiße Sophia Klee und spiele in dieser Saison für den ESV Weil in der 1. Bundesliga. Ich werde euch während der Saison vor und nach den Meisterschaftspartien und meinen Einsätzen im deutschen Juniorenteam auf nationaler und internationaler Ebene in meinem Tischtennis-Tagebuch auf dem Laufenden halten.

Mittwoch, 7. Oktober „Das erste Spiel mit dem ESV Weil in der 1. Bundesliga ist nun also Geschichte. Wir haben alles versucht, wacker gekämpft, um Punkte mit auf die Heimreise zu nehmen. Aber Langstadt war stärker, das muss man dann auch einfach einmal anerkennen.

Trotzdem war es ein guter Auftritt von uns. Und für mich war es einfach nur schön, wieder ein Teil dieser Mannschaft sein zu dürfen. Bei uns herrscht wirklich eine Super-Stimmung. Ich fühle mich sehr wohl. Es ist für mich immer wie nach Hause zu kommen.

Ich persönlich konnte leider keine Punkte ergattern. Es machte sich in beiden Einzeln doch stark bemerkbar, dass ich in den vergangenen drei, vier Wochen eine ganze Menge um die Ohren hatte. Neben dem Training standen schon einige Klausuren – ich gehe ja aufs Gymnasium und mache nächstes Jahr Abi – auf dem Programm. Außerdem bin ich gerade dabei, meinen Führerschein zu machen.

In Langstadt habe ich mich nicht so frisch gefühlt. Spielerisch sah es im ersten Einzel gegen Tanja Krämer ja noch gut aus. Ich habe den ersten Satz gewonnen, doch je länger die Partie dauerte, desto kaputter war ich. Und auch der Kopf war irgendwann leer. Immerhin fiel die Niederlage gegen diese Gegnerin nicht mehr so deutlich aus wie noch vor drei Jahren, als wir schon einmal gegeneinander spielten.

Auch im zweiten Einzel gegen Franziska Schreiner wurde es nicht wirklich besser. Das zweite Match ist immer das schwerere an solch einem Spieltag. Auch hier gewann ich noch den ersten Durchgang, aber dann war der Akku alle. Ich konnte nicht mehr zulegen. Im Gegenteil. Meine Gegnerin hat ihr Abitur in diesem Frühjahr gemacht. Sie trainiert nun sehr viel und fokussiert sich voll und ganz auf das Tischtennis. Das hat man gemerkt, da schwirren einem dann nicht 1000 Sachen durch den Kopf.

Diese Woche steht nun ganz im Zeichen der European-TopTen. Die besten zehn U18-Spielerinnen aus Europa messen sich und ermitteln die Siegerin in Berlin. Ich bin auch mit von der Partie. Da freue ich mich sehr darauf. Mit dem Zug bin ich am Sonntag noch nach Düsseldorf gefahren. Dort bereitete ich mich im Leistungszentrum mit einem klar abgesteckten Programm auf den anstehenden Höhepunkt vor, ehe es heute schon mit dem Bus nach Berlin ging.

Wenn wir in der Hauptstadt ankommen, wartet im Hotel erst einmal ein Corona-Test auf uns. Und so lange, bis das Ergebnis feststeht, müssen wir Spielerinnen dann auch in unseren Zimmern bleiben. Wenn alles glatt läuft, und davon gehe ich jetzt einfach einmal aus, ist morgen dann ein Trainingstag angesagt. Ab Freitag geht es an die Platte beim zweitwichtigsten Juniorenturnier auf europäischer Bühne. Ich bin gespannt.“

Zur Person: Sophia Klee ist 17 Jahre alt und in ihrer Altersklasse das wohl größte Tischtennistalent in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurde sie Junioren-Europameisterin im Doppel und EM-Gewinnerin mit dem Team. Sie wohnt in Niestetal nahe Kassel und besucht das Gymnasium.

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