Tischtennis Dennoch ein großartiger Auftritt

Uli Nodler

Da schau her! Damen-Bundesligist ESV Weil hat sich gestern beim vorgezogenen Rückrundenspiel gegen den übermächtigen ttc berlin eastside eindrucksvoll aus der Affäre gezogen. Es reichte für das Tabellenschlusslicht zwar nicht zu einem Sieg oder Teilerfolg, aber die 3:6-Niederlage ist aller Ehren wert.

Von Uli Nodler

Berlin. Unter dem Strich zeigten die eingesetzten Weiler Spielerinnen großartige Leistungen, boten den Weltklasse-Spielerinnen des Gastgebers ganz schön Paroli. Somit kann der Grenzstadt-Klub angesichts dieses Auftritts durchaus hoffen, den Ligaverbleib in den noch ausstehenden sechs Begegnungen klar zu machen.

Verwundert rieben sich die Gastgeberinnen, die ohne die deutsche Nationalspielerin Nina Mittelham antraten, nach den beiden Doppeln die Augen. Denn: Der ESV Weil führte mit 2:0. Das kam so: Izabela Lupulesku und Vivien Scholz harmonierten perfekt und bezwangen die deutsche Nationalspielerin Shan Xiaona, Nummer 21 der aktuellen Weltrangliste, und ihre serbische Partnerin Sabina Surjan in vier Sätzen. Den vierten Durchgang gewann das ESV-Doppel in der Verlängerung mit 14:12.

Doch es kam noch besser: Hana Arapovic/Polina Dobreva ließen nervenstark überhaupt nichts anbrennen, bezwangen Ding Yapin, die zweite Deutsch-Chinesin im eastside-Team, und Josephina Neumann glatt in drei Sätzen.

Im vorderen Paarkreuz hatte der mehrfache Champions League-Sieger aus der Bundeshauptstadt dann doch Vorteile. Izabela Lupulesku, Weils Nummer eins, und die Nummer zwei Hana Arapovic mussten sich jeweils in 1:3-Sätzen geschlagen geben. Immerhin gewann Lupulesku den ersten Satz gegen Deutschlands Nummer eins und olympische Team-Silbermedaillengewinnerin mit 11:4. Dieses Kunststück gelang auch Arapovic gegen Ding.

3:3 stand es nach den beiden Einzeln im hinteren Paarkreuz. Während Scholz mit 1:3-Sätzen gegen Surjan das Nachsehen hatte, holte Dobreva mit einem 3:1-Satzsieg gegen Neumann den dritten Weiler Punkt.

Nach der Pause setzte sich der ttc berlin eastside mit 5:3 ab. Dabei gewannen Shan und Ding erneut ihr Einzel. Aber auch hier verfehlte Lupulesku nur hauchdünn die Überraschung. Die junge Serbin in Diensten des ESV Weil forderte Ding enorm, gab sich erst im fünften und entscheidenden Satz geschlagen. Schließlich holten Surjan die Berlinerinnen durch Surjan ihren sechsten Punkt mit einem 3:1-Satzerfolg gegen Dobreva.

Den nächsten BundesligaEinsatz haben die Weilerinnen am Sonntag, 29. Januar, beim SV Böblingen.

Doppel: Shan/Surjan – Lupulesku/Scholz 9:11, 9:11, 11:6, 12:14; Ding/Neumann – Arapovic/Dobreva 10:12, 9:11, 8:11.

Einzel: Shan – Lupulesku 4:11, 11:6, 11:9, 12:10; Ding – Arapovic 5:11, 11:2, 11:6, 11:5; Surjan – Scholz 11:9, 11:8, 6:11, 11:5; Neumann – Dobreva 7:11, 11:13, 11:9, 4:11; Shan – Arapovic 11:5, 11:7, 11:6; Ding – Lupulesku 11:6, 11:8, 9:11, 8:11, 11:6; Surjan – Dobreva 7:11, 11:6, 11:6, 11:9

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