Tischtennis Der Spitzenreiter kommt

Ievgeniia Sozoniuk und ihre Weiler Teamkolleginnen bekommen es mit Tabellenführer Kolbermoor zu tun.Fotos: Archiv Foto: Die Oberbadische

Weiter geht’s: Wieder müssen die Tischten – niscracks des ESV Weil an die Platte. In der 1. Bundesliga der Frauen trifft der Aufsteiger am Sonntag zuhause auf den Spitzenreiter DJK Kolbermoor. Dann steht auch wieder Ievgeniia Sozoniuk an der Platte. Für die Ukrainerin und ihre Teamkolleginnen gilt es zu Zeiten von Corona, bis zum ersten Aufschlag so einige Hürden zu überwinden.

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. Sozoniuk wohnt mit ihrer Familie in Kiew. Um für den ESV um Bundesligapunkte zu kämpfen, nimmt sie so einiges auf sich. Erst mit einem negativen Coronatest geht es in den Flieger nach Frankfurt. Nach stundenlanger Zugfahrt steht dann in Weil erst einmal eine fünftägige Quarantäne auf dem Programm. Zum Glück steht im Wohnzimmer eine Tischtennisplatte.

Nach einem weiteren negativen Corona-Testergebnis darf die 30-Jährige mit ihren Teamkolleginnen trainieren. Coach Alen Kovac hat dabei besonders die Vorhand der Ukrainerin im Visier. Den Kontakt zu ihrer zweijährigen Tochter und der Familie, die in der Heimat bleiben, stellt sie via WhatsApp und Skype her. „Der Aufwand für unsere Mädels ist in diesen Zeiten schon riesig“, erklärt Kovac. Während Sozoniuk also lange Zeit von ihrer Familie getrennt ist, verpasst Izabela Lupulesku beispielsweise so einige Vorlesungen an der Uni.

Aber sie leben und lieben eben ihren Sport. Und nur deshalb mischt auch der ESV im deutschen Oberhaus mit. Die Leidenschaft ist bei allen Verantwortlichen groß und die Spielerinnen geben alles. So auch zuletzt im Heimspiel gegen Schwabhausen, das mit 1:7 verloren ging. Polina Trifonova hing sich trotz einer Fußverletzung mächtig rein und Vivien Scholz zwickte mächtig der Rücken.

Scholz hat noch immer Schmerzen. An Training ist deshalb nicht zu denken. Eine genaue Diagnose konnte bislang kein Arzt ausstellen. Scholz wird gegen Kolbermoor nicht mitmischen können. So tritt der ESV mit Sozoniuk, Trifonova, Lupulesku und Sophia Klee an.

Nach der „deutlich schwächsten Saisonleistung“ gegen Schwabhausen hofft Coach Kovac wieder auf einen besseren Tag seiner Mädels. „Wir sind der klare Außenseiter, aber das heißt nicht, dass wir chancenlos sind“, sagt Kovac. Kolbermoor (9:3-Punkte) führt nach sechs Partien die Rangliste an, während die Weilerinnen (4:10) auf dem vorletzten Platz stehen. Die einzige Saisonpleite bezog das Team aus dem oberbayrischen Landkreis Rosenheim ausgerechnet gegen Weil. In der Vorrunde siegte der ESV klar mit 6:2.

„Die Aufstellung war damals nicht so stark. Fu Yu und Kristin Lang waren nicht dabei“, weiß Kovac. Da werde also eine andere Mannschaft in Weil aufschlagen. Davor fürchten sie sich im Weiler Lager aber nicht. „Wir waren bei keinem einzigen Match deutlich unterlegen. Auch nicht gegen den großen Titelfavoriten Berlin“, macht der Trainer klar. Die Liga sei auch aufgrund der besonderen Corona-Gegebenheiten in dieser Saison sehr ausgeglichen. „Unser Ziel muss sein, dass unser Quartett Normalform an den Tag legt.“

 Wenn morgen ab 14 Uhr die weiße Kugel über das Netz rauscht, sind Zuschauer aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht erlaubt. Dafür gibt es aber einen Livestream im Internet unter www.tischtennis-weil.de

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