Tischtennis Ein erster Härtetest in Berlin

Ievgeniia Vasylieva ist wieder zurück im Team. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Wo steht der ESV Weil kurz vor dem Start in die 2. Bundesliga der Damen? Das Wochenende bringt die Antwort. Gegen nationale Spitzenteams geht es in Berlin beim Qualifikationsturnier zum Final Four des deutschen Pokalwettbewerbs zur Sache.

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. Erstliga-Aufsteiger Schwabhausen und der SV DJK Kolbermoor aus der Beletage im Frauen-Tischtennis sind die Kontrahenten. Zwei echte Kaliber also für den ESV, der in der vergangenen Saison nur deshalb nichts mit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga zu tun hatte, weil genügend Mannschaften ihren Rückzug beschlossen hatten.

Aber Achtung: Die Weilerinnen werden mit veränderter Formation nach Berlin reisen und zwei Wochen später dann auch ihr erstes Match in der Liga bestreiten. Spitzenspielerin Ievgeniia Vasylieva ist nach ihrer Schwangerschaft und einer kurzen Babypause wieder zurück. Und weil nun auch ihre beste Freundin, Polina Trifonova, für Weil aufschlägt, soll es für den ESV eher nach oben als nach unten gehen. Der Traum von der 1. Bundesliga ist noch lange nicht ausgeträumt.

„Diese Partien in Berlin sind ein echter Formtest. Wir können sehen, ob wir uns in der Nähe der Erstligisten befinden“, macht Trainer Alen Kovac klar. Der 49-Jährige, der seit 20 Jahren beim ESV tätig ist, freut sich auf diese Vergleiche. „Wir probieren, ein gutes Ergebnis zu erzielen.“ Der Pokal-Wettbewerb ist indes nur die Kür. „Die 2. Bundesliga ist unser Pflichtprogramm. Wir wollen diesmal ganz vorne mitspielen, streben eine Platzierung zwischen eins und drei an“, erklärt Kovac, der das Team gut gerüstet sieht. Vasylieva brauche zwar zwei, drei Partien, bis sie wieder drin sei, doch gehöre sie zu den Besten ihrer Zunft. Mit Trifonova an Position zwei erhöht der ESV merklich seine Qualität. Übrigens: Beide kennen sich bestens und haben bereits zusammen im Doppel die Konkurrenz in der zweithöchsten Spielklasse das Fürchten gelehrt.

Vivien Scholz folgt an Position drei und Eline Loyen, die in der vergangenen Runde einen großen Sprung nach vorne machte, geht an Nummer vier für den ESV ins Rennen. Zum Team gehört weiterhin auch Qian Wan. Nach den Ausfällen der vergangenen Runde hat man in Weil bewusst den Kader verbreitert, um auf Ausfälle besser reagieren zu können.

Der Aufstieg der Zweiten in die Badenliga hat dafür gesorgt, dass die talentierten Youngsters des ESV nun auch entsprechend gefordert werden. Olga Lazarkova oder Melanie Merk können sich nun im Dunstkreis der ersten Mannschaft behutsam weiterentwickeln.

Kovac freut sich auf Berlin: „Wir haben uns für dieses Turnier beworben und haben dann eine Einladung bekommen. Schön, dass es geklappt hat.“ Der ESV-Trainer ist gespannt, wie seine Weilerinnen im Vergleich mit den Erstligisten abschneiden werden.

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