Tischtennis Eine Nummer zu groß

Ievgeniia Sozoniuk holt in Langstadt den Ehrenpunkt für den ESV Weil zum Saisonauftakt. , Foto: Archiv

Die Vorfreude beim Tischtennis-Bundesligisten ESV Weil auf das erste Saisonmatch war groß. Nach dem Auftritt beim TSV 1909 Langstadt musste man jedoch die Überlegenheit der Gastgeberinnen anerkennen. Die Weilerinnen verloren die Partie deutlich mit 1:6.

Von Uli Nodler

Babenhausen. Dennoch wurde nach der klaren Niederlage im Weiler Lager kein Trübsal geblasen: „Wenn Langstadt wie heute in stärkster Aufstellung spielt, dann ist es für uns einfach nicht realistisch, wenn wir da einen Sieg anpeilen. Dafür war Langstadt einfach zu stark. Dennoch hat sich die Mannschaft wacker geschlagen. Uns hat ein wenig Nervenstärke gefehlt. So haben wir alle Sätze, die in die Verlängerung gingen, letztlich verloren“, analysierte ESV-Coach Alen Kovac den Auftritt seiner Schützlinge in Hessen.

Unter dem Strich war es ein attraktives Match, das auch die Zuschauer in der Babenhausener Halle begeisterte. Auch für den ESV-Sportchef Serge Spiess war das 1:6 kein Weltuntergang: „Wir wurden heute unter Wert geschlagen. Letztlich mussten wir uns aber der Klasse des Gegners beugen. Ich zähle Langstadt neben Berlin und Kolbermoor zu den Topteams der Liga.“

Die Gastgeberin boten mit Petrissa Solja immerhin Deutschlands Nummer eins und amtierende Einzel-Europameisterin auf. An Position zwei spielte Chantal Mantz, die aktuelle Deutsche Vizemeisterin im Doppel. Auch im hinteren Paarkreuz war Langstadt mit der ehemaligen mehrfachen Deutschen Meisterin Tanja Krämer und der Deutschen Mixed-Meisterin Franziska Schreiner exzellent besetzt.

Schon nach den beiden Doppeln und einem 0:2-Rückstand deutete sich an, dass für die Weilerinnen nichts zu holen ist. Ievgeniia Sozoniuk und Neuzugang Hana Arapovic verloren gegen Solja/Mantz glatt in drei Sätzen. Vivien Scholz und Izabela Lupulesku sicherten sich bei der Viersatz-Niederlage gegen Krämer und Schreiner immerhin einen Satz.

Größer war die Weiler Gegenwehr in den ersten vier Einzeln. Lupulesku verlor zwar mit 0:3-Sätzen, zwang Solja jedoch in den Durchgängen Nummer zwei und drei in die Verlängerung. Polina Trifonova, die neue Nummer eins des ESV, gewann sogar einen Satz zum 1:1, verlor dann aber gegen Mantz den dritten Satz mit 15:17 und Durchgang vier mit 8:11.

Damit führte Langstadt bereits vorentscheidend mit 4:0. Ein Lichtblick war zweifelsohne der Auftritt von Sozoniuk. Die Ukrainerin ließ im hinteren Paarkreuz Schreiner in drei Sätzen keine Chance.

Dagegen muss sich die Neue im Weiler Team erst noch an die Stärke in der Bundesliga gewöhnen. Hana Arapovic unterlag der routinierten Krämer glatt in drei Sätzen. „Hana kann viel mehr, als sie heute gezeigt hat“, betont Kovac. Den entscheidenden sechsten Sieg für Langstadt holte dann Petrissa Solja gegen eine chancenlose Polina Trifonova.

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