Tischtennis Eine ungefährdete Angelegenheit

Vivien Scholz & Co. machen im Südbaden-Derby kurzen Prozess. Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Im Rennen um die Meisterschaft und den Aufstieg in die 1. Bundesliga bleibt Damen-Zweitligist ESV Weil weiter ein heißer Kandidat. Im südbadischen Derby gegen die DJK Offenburg machten die Weilerinnen kurzen Prozess. War das Hinspiel beim 6:4 noch hart umkämpft, so gelang dem Team gestern in der Sporthalle der Leopoldschule ein ungefährdeter 6:1-Sieg.

Von Gerd Lustig

Weil am Rhein. Lediglich Qian Wan, die für die fehlende Belgierin Eline Loyen in die Mannschaft gekommen war, musste sich in fünf Sätzen der Nummer drei des Gegners, Jana Kirner, geschlagen geben.

Zunächst hatte der Weiler Youngster zwei Sätze aufgeholt und führte sogar im entscheidenden Durchgang mit 8:7. Dann aber spielte die Offenburgerin ihre Routine aus und holte schließlich den Ehrenpunkt für ihr Team.

Das war es dann aber auch schon für die Ortenauerinnen. Weil dominierte. „Es war eine geschlossen starke Mannschaftsleistung“, freute sich ESV-Trainer Alen Kovac und wollte keine der Spielerinnen besonders herausheben.

Ganz wichtig sei schon einmal gewesen, dass seine Mädels zu Matchbeginn beide Doppel durch Vasylieva/Trifonova und Scholz/Wan gewonnen hätten. Nach der 2:0-Führung wurde das Südbaden-Duell nämlich zu einem Selbstläufer.

„6:1 – Perfekter geht es eigentlich gar nicht“, geriet auch der Sportliche Leiter Serge Spieß ins Schwärmen. Jetzt gelte es, im weiteren Saisonverlauf von Spiel zu Spiel zu denken und die Konzentration hochzuhalten. Noch sind sieben Matches zu bestreiten. Und wie es auch laufen könne, habe an diesem Spieltag Tabellenführer und Konkurrent TTC Weinheim beim mageren Unentschieden gegen den Vorletzten NSU Neckarsulm erfahren. Damit ist der ESV auf einen Zähler an den Spitzenreiter herangerückt. Alles in allem gehen Spieß und auch Coach Kovac von einem Kopf-an-Kopf-Rennen des ESV und Weinheim aus. Der große Showdown steigt dann wohl am 5. April in der Leopoldhalle in Weil.

„Wir haben heute auch taktisch sehr gut agiert“, anerkannte Kovac. Offenburgs Top-Spielerin Nathalie Marchetti hatte im Hinspiel noch satte drei Punkte verbucht. Jetzt seien seine Mädels deutlich besser eingestellt gewesen. Die Gäste-Akteurin ging leer aus. Das Top-Match gegen Vasylieva gab sie in vier Sätzen ab. Trifonova machte sogar in drei Durchgängen alles klar.

„Alle haben überlegt und besonnen gespielt und in den entscheidenden Momenten die wichtigen Punkte gemacht“, lobte Kovac. Und so könne es natürlich auch in den nächsten Partien weitergehen.

Doppel: Vasylieva/Trifonova - Kirner/Lehmann 11:8, 11:9, 11:3, Scholz/Wan - Marchetti/Toth 11:5, 11:9, 10:12, 4:11, 11:3; Einzel: Vasylieva - Toth 11:6, 11:7, 11:5, Trifonova - Marchetti 11:8, 11:9, 11:8, Scholz - Lehmann 11:6, 11:8, 11:7, Wan - Kirner 5:11, 10:12, 11:5, 11:7, Vasylieva - Marchetti 12:10, 11:5, 7:11, 11:5.

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