Tischtennis ESV Weil zieht ins Halbfinale

Michael Hundt

Es war kurz nach 21.30 Uhr als Vivien Scholz und der kompletten Bundesliga-Mannschaft des ESV Weil eine Zentnerlast von der Seele fiel. Mit 11:9 hatte Scholz im fünften und entscheidenden Satz für das 3:2 nach Sätzen gesorgt – und somit für den Ausgleich zum 5:5 gegen den SV Böblingen.

Von Michael Hundt

Weil am Rhein. Der dritte und entscheidende Vergleich zwischen dem ESV Weil und dem SV Böblingen war an Spannung und Dramatik nicht mehr zu überbieten. Beide Teams hatten ihre besten Spielerinnen aufgeboten, um sich im entscheidenden Spiel der „Best-of-Three“-Serie für die Vorschlussrunde um die Deutscher Meisterschaft zu qualifizieren. Am Ende reichte dem ESV Weil ein Unentschieden, da sie im direkten Vergleich mit 19:17 Sätzen erfolgreich waren. Wäre auch hier Gleichstand gewesen, hätten die gewonnen Bälle gezählt. Auch hier hätten die Weilerinnen mit 327:320 das bessere Ende für sich gehabt.

Nun geht es für die Mannschaft von Cheftrainer Alen Kovac gegen den Ligaprimus ttc berlin eastside. Das erste Halbfinale findet bereits am kommenden Samstag in Weil statt.

Nach ihrem entscheidenden Erfolg gegen Alexandra Kaufmann war Vivien Scholz nicht nur sichtlich erleichtert, sondern schien noch völlig angespannt von dem rund drei Stunden und 45 Minuten dauernden Kampf des gesamten Teams um den Einzug ins Halbfinale.

Das abschließenden Match zwischen Vivien Scholz und Alexandra Kaufmann hatte es dabei besonders in sich. Denn vor der Partie hatte jeder die Weilerin klar in der Favoritenrolle gesehen. Doch Kaufmann kämpfte sich mit unglaublicher Moral und großem Willen in den Entscheidungssatz, in dem Scholz eindeutig das Heft in der Hand zu haben schien.

Aber nur bis zu ihrer 9:4-Führung. Danach machte die ältere der Kaufmann-Schwestern Punkt um Punkt und Erinnerungen an Arapovics Drama vom Vortag kamen hoch – und als es plötzlich 9:9 stand, Böblingen nur noch zwei Bälle vom Einzug in das Halbfinale entfernt war, lag die Sensation in der Luft und Kaufmann psychologisch durchaus im Vorteil. Doch Scholz rappelte sich nochmals auf und machte die beiden Punkte, die den ESV ins Halbfinale gegen Titelverteidiger Berlin brachten.

Ein wichtiger Faktor für das Erreichen des Halbfinals war aus Weiler Sicht auch, dass drei Einzel und ein Doppel jeweils glatt mit 3:0 an die Gastgeberinnen gingen und so der Satzvorteil herausgespielt wurde.

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