Tischtennis ESV

Polina Trifonova ist in Bestform: In Berlin hütet man sich davor, die Weilerinnen zu unterschätzen. Fotos: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Es ist das Sahnehäubchen auf eine grandiose Saison: Der ESV Weil bekommt nun leckeren Nachschlag in Form eines Halbfinal-Duells mit dem derzeit besten Team Europas. Gegen den TTC Berlin eastside, gespickt mit nationalen Top-Akteuren, geht es um den Einzug ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Keine Frage: Der Aufsteiger ist gegen den Champions League-Sieger krasser Außenseiter.

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. Diese Serie wird in der Hauptstadt entschieden. Darauf haben sich – auch weil keine Fans erlaubt sind – beide Vereine geeinigt. Der Underdog reist mit Rückenwind nach Berlin.

Vor den Duellen am heutigen Samstag (14 Uhr) und morgen, Sonntag, (13 Uhr) in der Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz sind die Machtverhältnisse geklärt. Alles andere als klare Erfolge des Gastgeberteams wären eine Sensation.

Aber damit kennt sich die Truppe von Coach Alen Kovac ja bestens aus. Erst die Teilnahme am Final Four des Pokal-Wettbewerbs, dann Rang fünf in der Abschlusstabelle der 1. Bundesliga und jetzt als Tüpfelchen auf dem i der Sieg in einem packenden Viertelfinalduell gegen Schwabhausen. Der ESV hat mit dem Sprung unter die besten Vier alles erreicht, was er erreichen wollte. Mehr noch.

Ohne Druck und ganz befreit nach Berlin

Und genau diese Konstellation könnte dem Titelverteidiger aus der Hauptstadt gefährlich werden. „Berlin ist klar und deutlich der Favorit. Aber wir haben nichts zu verlieren. Wir können befreit und ganz ohne Druck aufspielen“, macht Kovac klar. „Ich weiß nicht, wie oft Berlin schon den Titel geholt hat. Das ist die beste Mannschaft in Deutschland, ja in Europa. Ich persönlich freue mich schon riesig über jedes gewonnene Match meines Teams“, sagt Kovac.

Aber Kovac wäre nicht Kovac, wenn er nicht doch etwas im Schilde führen würde. Denn so ganz chancenlos stuft er die Weilerinnen in Berlin nicht ein. Zwar bedarf es dafür einer Top-Leistung, aber mit der gehörigen Portion Selbstvertrauen nach dem Schwabhausen-Coup und ESV-Cracks, die in Bestform agieren, wäre vielleicht zumindest einmal ja ein Remis drin.

So wie in der Vorrunde der Hauptrunde, als Weil im Januar knapp mit 3:5 in Berlin den Kürzeren zog. Dabei hatte Vivien Scholz sogar mit 2:1-Sätzen geführt und den 4:4-Ausgleich quasi auf dem Schläger. Scholz wird übrigens heute und morgen nicht dabei sein. Ihre Rückenverletzung lässt einen Einsatz nicht zu. Und so wird der ESV mit derselben Equipe das Halbfinale bestreiten, die dieses erst möglich machte.

Für Berlin ist der Einzug ins Finale Pflicht. Den Gegner unterschätzen werden sie aber nicht: Weil verfüge über eine sehr ausgeglichene, spiel- und kampfstarke Mannschaft. „Hinzu kommt ein unglaublicher Teamspirit, den die Südbadenerinnen im Laufe der Saison entwickelt haben. Alle Spielerinnen können unbeschwert aufspielen, weil sie nichts zu verlieren haben. Wir sind sehr gut beraten, wenn wir diesen vermeintlichen Außenseiter sehr ernst nehmen“, wird eastside-Trainerin Irina Palina auf www.tischtennis.de deutlich.

Gespannt darf man sein, wie sich die Matchwinnerin des Vergleichs mit Schwabhausen schlägt. Eine überragende Polina Trifinova braucht es erneut. „Sie hat das Selbstvertrauen, die nötige Ruhe, und sie weiß genau, wie sie in bestimmten Situationen zu spielen hat“, sagt Kovac. Große Stücke hält er auch von Ievgeniia Sozoniuk, Izabela Lupulesku und Sophia Klee, die allesamt das Zeug dazu haben, in Berlin für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

 Die Spiele werden live auf www.sportdeutschland.tv übertragen.

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