Tischtennis Final Four wieder im Visier

Uli Nodler

In die Vollen geht es für den Damen-Bundesligisten ESV Weil bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres. Zunächst wird am Wochenende in Berlin der Deutsche Damen-Pokalsieger gekürt. Um zusätzliche Reisekosten zu sparen, bestreiten die Weilerinnen am Montag (9. Januar) das erste Rückrunden-Match gegen den aktuellen Tabellenzweiten ttc berlin eastside.

Von Uli Nodler

Berlin. Traditionell treffen sich Deutschlands beste Damen-Teams Anfang Januar zu den Damen-Pokalmeisterschaften. In Berlin werden dieses Jahr am Samstag zunächst die Final Four-Teilnehmer ermittelt, ehe am Sonntag selbst dann das Finalturnier gespielt wird. Die Topfavoriten sind der Titelverteidiger SV DJK Kolbermoor und Lokalmatador und Pokal-Seriensieger ttc berlin eastside.

Die Pokalmeisterschaften beginnen mit dem Qualifikationsturnier im Sportkomplex in der Paul-Heyse-Straße. In vier Gruppen werden die vier Final Four-Teilnehmer aus elf Teams ermittelt. Eine lösbare Dreiergruppe hat der ESV Weil erwischt. Er trifft in Gruppe A auf den SV Böblingen und den Zweitligisten TTC Langweid. „Da können wir schon etwas erreichen“, gibt sich ESV-Sportchef Serge Spieß optimistisch. Dem Zweitligisten TTC Langweid kann man sicher nur Außenseiterchancen einräumen. Gewinnt Weil die Gruppe, stehen die ESV-Damen zum zweiten Mal im Final Four-Finale.

Besonders spannend dürften die Gruppe B mit dem ttc berlin eastside, TTC Weinheim und TuS Fürstenfeldbruck sowie die Gruppe C mit dem SV DJK Kolbermoor, TSV Schwabhausen und den Füchsen Berlin werden. Die Spiele dieser Gruppen werden auch im Livestream auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Tischtennis-Bundes zu sehen sein. In Gruppe D musste der ungeschlagene Tabellenführer der 3. Bundesliga Süd, TTG Süßen aus Verletzungsgründen absagen, sodass der TSV Langstadt und die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim in einem Match die Finalteilnahme ausspielen werden.

Um den ersten Pokal des Jahres geht es schließlich am Sonntag ab 11 Uhr. Die Gewinner der Halbfinals spielen dann frühestens um 14 Uhr (Finale eine Stunde nach Ende der Halbfinals) das Endspiel.

Seit der Wiedereinführung des Pokals 2013/2014 konnte der ttc berlin eastside sieben der neun Titel gewinnen. Nur der SV DJK Kolbermoor war auch zwei Mal erfolgreich, unter anderem im vergangenen Jahr in Hannover.

Pokal und Meisterschaft bringt der Grenzstadtklub in der Bundeshauptstadt unter einen Hut. Denn: Am Montag bestreiten die Weilerinnen in Berlin ihr erstes Rückrundenspiel.

Mehr als ein Achtungserfolg dürfte für den aktuellen Tabellenletzten wie bei der 2:6-Hinspiel-Niederlage gegen Gastgeber Berlin nicht drin sein.

Doch mit einer guten Leistung will man sich Mut für die danach noch kommenden sechs Aufgaben machen. „Wir müssen deutlich erfolgreicher sein, als in der Vorrunde, dann kann es mit dem Ligaverbleib klappen“, betont Spieß, der allerdings auch auf eine Menge Pech in der Vorrunde verweist. Nicht weniger als drei der sieben Vorrunden-Matches gingen mit 4:6 verloren.

In Berlin muss der ESV Weil ohne Ievgeniia Sozoniuk auskommen. Sie weilt noch in der Ukraine, kehrt erst am Dienstag aus dem Kreisgebiet zurück. Dafür springt Vivien Scholz ein, spielt im Pokal und gegen Berlin zusammen mit Izabela Lupulesku, Hana Arapovic, und Polina Dobreva.

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