Tischtennis Gute Moral allein reicht nicht

Uli Nodler
Izabela Lupulesku holt im Doppel und Einzel je einen Siegpunkt für die Gäste aus Weil am Rhein. Foto: Michael Hundt

Es hat nicht gereicht: Damen-Bundesligist ESV Weil, der gestern nicht in Bestbesetzung angetreten ist, hat das Auswärtsspiel beim TSV 1909 Langstadt mit 3:6 verloren.

Von Uli Nodler

Babenhausen. Beide Vereine traten in der Babenhausener Sporthalle nicht mit ihren besten Teams an. Auf Seiten Langstadts fehlte Spitzenspielerin Petrissa Solja. Die deutsche Topspielerin, 2021 Einzel- und Doppel-Europameisterin, plagen schon seit geraumer Zeit hartnäckige Rückenprobleme. So musste sie auch im Sommer die Teilnahme an der EM in München absagen. Dafür war jedoch beim Gastgeber erstmals die Honkong-Chinesin Wai Yam Minnie Soo dabei. Als Mitglied des Damenteams gewann die 24-jährige Rechtshänderin sowohl bei der WM 2018 als auch bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio Mannschafts-Bronze.

Schwer wog auf Weiler Seite der Ausfall von Hana Arapovic. Für die 18-jährige Kroatin sprang Vivien Scholz im hinteren Paarkreuz in die Bresche, und Polina Trifonova rückte ins vordere Paarkreuz. Zum dritten Mal in dieser Spielzeit bewahrheitete sich die Tatsache, dass es der ESV Weil in dieser Saison, wo sich die Konkurrenz deutlich verstärkt hat, extrem schwer hat, zu gewinnen, wenn er nicht komplett antritt. Vor allem ins Gewicht fällt, wenn im vorderen Paarkreuz entweder Lupulesku oder Arapovic nicht mit von der Partie sind. Das kann der ESV nicht kompensieren.

Nach den beiden Doppelpartien und den ersten beiden Duellen im vorderen Paarkreuz stand es 2:2. Während Trifonova und Ievgeniia Sozoniuk dem Langstadter Doppel Soo/Chantal Mantz in vier Sätzen unterlagen, glichen Lupulesku/Scholz nach einer 2:0-Führung letztlich mit einem 3:2-Erfolg aus.

Auch im vorderen Paarkreuz teilten sich Langstadt und Weil die Siegpunkte. Lupulesku ließ Mantz in drei Sätzen keine Chance. Im anderen Einzel drehte Soo den Spieß für Langstadt um, bezwang Trifonova ebenfalls glatt in drei Durchgängen.

Anschließend ging’s mit den Gästen bergab, als Sozoniuk und Scholz ihre Einzel verloren. Doch der ESV kam mit guter Moral noch einmal zurück. Trifonova glänzte mit einem Fünfsatz-Sieg, und Sozoniuk gab sich erst in einem dramatischen Match im Entscheidungssatz mit 12:14 geschlagen.

Doppel: Soo/Mantz – Trifonova/Sozoniuk 8:11, 11:8, 11:6, 11:6; Franziska Schreiner/Krämer – Lupulesku/Scholz 12:14, 3:11, 11:9, 11:8, 5:11. Einzel: Mantz – Lupulesku 8:11, 8:11, 8:11; Soo – Trifonova 11:7, 11:7, 11:7; Franziska Schreiner – Scholz 11:5, 11:7, 12:10; Krämer – Sozoniuk 11:6, 11:8, 11:9; Soo – Lupulesku 11:6; 11:7, 11:4; Mantz – Trifonova 9:11, 11:9, 11:3, 6:11; Mantz – Trifonova 9:11, 11:9, 11:3, 6:11, 9:11; Franziska Schreiner - Sozoniuk 11.3, 8:11, 11:7, 6:11, 14:12.

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