Tischtennis Herausragender Auftritt von Trifonova

Der ESV Weil geht mit dem ersten Saison-Heimsieg in die Weihnachtspause. Der Erstbundesliga-Aufsteiger besiegte am Samstag in der heimischen Sporthalle der Leopoldschule die TTG Bingen/Münster-Sarmsland mit 5:3. Der Erfolg fiel gegen einen ersatzgeschwächten Gast, der zudem nur zu dritt antrat, knapper als erwartet aus.

Von Uli Nodler

Weil am Rhein. Einer herausragenden Polina Trifonova hatten es die Gastgeberinnen letztlich zu verdanken, dass die beiden Siegpunkte in der Grenzecke blieben. Die Bulgarin gewann im vorderen Paarkreuz beide Matches. Einem Fünfsatzerfolg gegen die deutsche Topspielerin Chantal Mantz ließ sie einen souveränen 3:0-Satzerfolg gegen Giorgia Piccolin folgen.

Drei Sätze brauchte Trifonova, um ihre fehlerhafte Rückhand in den Griff zu bekommen. Aus dem 1:2-Satzrückstand machte sie dann nach etlichen spektakulären Ballwechseln einen 3:2-Erfolg. Ihre 24-jährige Gegnerin profitierte zunächst von den Fehlern der 28-jährigen Weilerin. In Durchgang vier kehrte Trifonova dann in die Erfolgsspur zurück, punktete immer wieder mit ihren Rückhandpeitsche. Mantz gab Durchgang vier mit 4:11 ab. Und der Entscheidungssatz geriet zum Nervenkitzel. Weils Nummer zwei führte bereits 10:8, doch dann glich Mantz nervenstark zum 10:10 aus. In der Folgezeit präsentierte sich die Bulgarin aber ebenfalls mit Nerven wie Drahtseilen, wehrte zwei Matchbälle ab, um das Match schließlich unter dem Jubel ihrer Mitspielerinnen mit 15:13 zu gewinnen.

Der Italienerin Giorgia Piccolin ließ Polina Trifonova in ihrem zweiten Match nicht den Hauch einer Chance. Die Bulgarin lief zu großer Form auf, gestattete der besten italienischen Tischtennisspielerin und aktuelle 114 der Weltrangliste in drei Sätzen nur zwölf Punkte. Das war ein grandioser Auftritt und war letztlich der entscheidende Punkt zum Gesamtsieg.

Für Ievgeniia Sozoniuk war es ein gebrauchter Tag. Die Ukrainerin und Nummer eins in Diensten des ESV verlor im vorderen Paarkreuz beide Matches. Nach der 1:3-Satzniederlage gegen Piccolin rehabilitierte sich Sozoniuk anschließend mit einem starken Auftritt gegen Mantz. Doch am Ende musste sich die 30-Jährige Mutter einer Tochter Bingens Spitzenspielerin im entscheidenden fünften Satz geschlagen geben. Zuvor hatte Sozoniuk einen 0:2-Satzrückstand ausgeglichen.

Im hinteren Paarkreuz mussten Sophia Klee an Position drei und Vivien Scholz an Position vier jeweils nur eine Partie bestreiten, weil Bingen nur mit drei Spielerinnen antrat. Es fehlten Amy Wang, die Nummer eins aus den USA, und Nadezhda Bogdanova (Nummer drei). So gewann Weil zwei Duelle kampflos.

Im hinteren Paarkreuz ersetzte Vivien Scholz erneut die studienbedingt verhinderte Serbin Izabela Lupulesku. Und wie schon beim Sieg in Kolbermoor offenbarte sich die 23-Jährige als Siegspielerin, schlug Katarina Tomanovska recht souverän in vier Sätzen. „Vivi hat einen großen Sprung nach vorne gemacht“, freute sich denn auch Weils Sportchef Serge Spiess. Aktuell hat Scholz die bessere Form als Weils Küken Sophia Klee. Die 17-jährige Hessin musste sich Tomanowska in fünf hart umkämpften Sätzen letztlich geschlagen geben.

Einzel: Sozoniuk – Piccolin 11:3, 9:11, 7:11, 5:11; Trifonova – Mantz 9:11, 12:10, 8:11, 11:4, 15:13; Klee kampflos; Scholz - Tomanovska 11:13, 11:6, 11:9, 11:8; Sozoniuk – Mantz 8:11, 7:11, 11:8, 11:3, 3:11; Trifonova – Piccolin 11:5, 11:5, 11:2; Klee – Tomanovska 11:13, 11:7, 11:8, 8:11, 5:11; Scholz kampflos.

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