Tischtennis Keine Chance bei der Revanche

Die Überraschung ist ausgeblieben: Der ESV Weil verpasste beim Final Four um die deutsche Pokalmeisterschaft den Einzug in das Endspiel. Der Tischtennis-Bundesligist unterlag keine 24 Stunden nach der 3:5-Niederlage in der Meisterschaft in der deutschen Hauptstadt auch im Halbfinale dem TTC Berlin eastside. Diesmal aber klar mit 0:3.

Von Marco Steinbrenner

Berlin/Weil. Während der 90 Minuten gewann der Außenseiter in der Bundeshauptstadt lediglich einen Satz. Das anschließende Endspiel entschied der alte und neue Pokalsieger aus Berlin. Vier Wochen nach dem Gewinn der Champions League im österreichischen Linz gab es gegen den SV DJK Kolbermoor nach über drei Stunden und hartem Kampf ein knappes 3:2.

Trifonova zwickt es in der Leiste

Im Gegensatz zur Bundesliga-Partie musste das Team aus dem Dreiländereck diesmal auf Polina Trifonova verzichten. Die Spitzenspielerin hatte sich bereits während der Woche mit Leistenbeschwerden herumgeplagt. Diese wurden am Samstag während der Bundesliga-Begegnung schlimmer. „Deshalb habe ich mich dazu entschieden, auf ihren Einsatz zu verzichten“, begründete ESV-Trainer Alen Kovac seine Entscheidung.

In der Auftaktpartie zeigte Vivien Scholz gegen die deutsche Nationalspielerin Shan Xiaona eine äußerst ansprechende Leistung. Doch mehr als zu einem gewonnenen Durchgang (11:9 in Satz zwei) reichte es nicht. „Phasenweise habe ich wirklich sehr gut gespielt“, verriet Scholz. „Am Ende habe ich mich nicht an die Taktik gehalten. Insgesamt bin ich aber schon zufrieden.“

Izabela Lupulesku, die am Vortag in der Bundesliga-Begegnung noch gegen die nationale Einzelmeisterin Nina Mittelham überraschend gewonnen hatte, war diesmal gegen die stark auftrumpfende Britt Eerland ohne Chance. „Britt zählt zu den besten Spielerinnen Europas“, stellte die Serbin klar. „Ich habe mir keinen Druck gemacht und die Partie genossen.“

Im dritten Einzel musste sich das deutsche Nachwuchstalent Sophia Klee mit 0:3 gegen Nina Mittelham geschlagen geben. Die 17-Jährige war mit ihrem Auftritt nicht zufrieden. „Ich bin überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Das war keine gute Vorstellung von mir, zumal ich beim letzten Aufeinandertreffen noch stark gespielt hatte.“ Klee zeigte sich nach der alles entscheidenden Niederlage selbstkritisch. „Von mir hätte viel mehr kommen müssen.“

Die Enttäuschung im Lager der Gäste hielt sich jedoch in Grenzen. „Unsere Mannschaft hat sich gut verkauft“, bilanzierte Abteilungsleiterin Doris Spiess. „Berlin ist sehr stark besetzt und hat völlig verdient gewonnen.“

Allein schon die erstmals in der Vereinsgeschichte erreichte Qualifikation für das Final Four sei, so Spiess, „ein großer Erfolg gewesen“. Die Niederlage gegen Berlin war eingeplant und stellt absolut keinen Beinbruch dar.

TTC Berlin eastside – ESV Weil 3:0. – Einzel: Shan Xiaona – Vivien Scholz 3:1 (11:4, 9:11, 11:5, 11:8), Britt Eerland – Izabela Lupulesku 3:0 (11:9, 11:9, 11:4), Nina Mittelham – Sophia Klee 3:0 (11:8, 11:5, 11:7).

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