Tischtennis Klee geht und Arapovic kommt

Die personellen Würfel sind gefallen. Damen-Bundesligist ESV Weil hat für die kommende Saison 2021/22 die Weichen gestellt. Verlassen wird den Verein Sophia Klee. Für sie haben die ESV-Verantwortlichen die Kroatin Hana Arapovic verpflichtet.

Von Uli Nodler

Böblingen. Sportlich lief’s für die Weilerinnen am Samstag nicht nach Wunsch. Statt dem erhofften Auswärtssieg beim personell geschwächten SV Böblingen mussten sie sich mit einem 4:4-Unentschieden zufrieden geben. Während im hinteren Paarkreuz Sophia Klee und Vivien Scholz beide Einzelpartien gewannen, blieben Ievgeniia Sozoniuk und Polina Trifonova im vorderen Paarkreuz ohne Erfolgserlebnis.

„Polina und Geniia haben heute ihre Form nicht gefunden, blieben weit unter ihren Möglichkeiten“, legte auch ESV-Trainer Alen Kovac den Finger in die Wunde.

Vor allem Trifonova spielte schwach, verlor sowohl gegen Annett Kaufmann und die Japanerin Mitsuhi Yoshida klar mit 0:3 und 1:3-Sätzen. Offensichtlich steckte der Bulgarin, die jüngst in ihrem Heimatland zwei nationale Meistertitel holte, noch der Trip zum Olympia-Qualifikationsturnier in den Knochen.

Sozoniuk und Trifonova enttäuschen

Auch Sozoniuk wusste nicht zu überzeugen, obwohl sie in ihrem zweiten Einzel gegen Annett Kaufmann einen 0:2-Satzrückstand ausglich, dann aber den Entscheidungssatz mit 7:11 verlor. „Geniia leidet sehr unter der Pandemie. Die junge Mutter hat in dieser Corona-gebeutelten Saison nie ihren Rhythmus gefunden“, betonte Kovac und fügte an: „Uns fehlt eine herausragende Nummer eins, die auch Matches gewinnt, wenn sie nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte ist. Unsere beiden Spielerinnen müssen dagegen mindestens hundert Prozent geben oder über sich hinauswachsen, wenn sie vorne punkten wollen“, macht Kovac deutlich.

Ihr Soll erfüllten dagegen Klee und Scholz. Sieg gewannen ihre ersten beiden Partien gegen Roschia Behringer und Alexandra Kaufmann ohne Satzverlust.

Die beiden Weilerinnen im hinteren Paarkreuz widerstanden auch in ihren zweiten Spielen dem Druck bei einem 2:4-Rücksstand gewinnen zu müssen. Während sich die jungen Klee beim 3:1-Satzsieg gegen Behringer problemlos durchsetzte, machte es Scholz spannend. Sie lag gegen Alexandra Kaufmann schon nach Sätzen 1:2 hinten. Doch dann drehte die Brandenburgerin den Spieß noch um, rettete dem ESV Weil das Unentschieden.

Nummer 13 der U18-Weltrangliste schlägt beim ESV auf

Die Wege des ESV Weil und Sophia Klee trennen sich zum Saisonende. „Vor allem die weiten Fahrten von Kassel in die Grenzecke und der damit verbundene Zeitaufwand waren in ersten Linie ausschlaggebend, dass Sophia auch in der kommenden Saison für uns spielen wird. Zudem hat ein anderer Verein ihr wohl ein besseres Angebot unterbreitet“, informierte Serge Spieß, der Sportliche Leiter des ESV. Dem Vernehmen nach soll sich Klee in der kommenden Saison dem aktuellen Zweitliga-Spitzenreiter TTC 1946 Weinheim anschließen.

Das eine Ausnahmetalent geht, das andere kommt. Mit Hana Arapovic hat sich der ESV Weil dank der guten Kontakte von Coach Kovac eine herausragende junge Spielerin geangelt. Die 16-jährige Kroatin aus Zagreb ist aktuell die Nummer 13 der U18-Weltrangliste. Zum Vergleich: Klee steht in dieser Kategorie auf Rang 18.

In ihrer jungen Karriere hat die Zagreberin bereits etliche Spitzenplätze bei Nachwuchs-Europameisterschaften belegt. Im vergangenen Jahr erreichte sie im Doppel bei den U21-Europameisterschaften das Viertelfinale. 2020 zählte Arapovic auch zum Team der kroatischen A-Nationalmannschaft, die bei den Weltmeisterschaften in Busan (Südkorea) spielen sollte. Die WM fiel dann aber Vorona zum Opfer. Hana Arapovic wird beim ESV Weil an Position vier eingesetzt.

Einzel: Annett Kaufmann – Trifonova 11:9, 11:9, 11:4; Yoshida – Sozoniuk 11:9, 11:7, 7:11, 13:11; Behringer – Scholz 7:11, 8:11, 2:11; Alexandra Kaufmann – Klee 4:11, 3:11, 8:11; Annett Kaufmann – Sozoniuk 11:7, 11:7, 2:11, 7:11, 11:7; Yoshida – Trifonova 11:9, 8:11, 11:7, 13:11; Behringer – Klee 5:11, 13:11, 3:11, 6:11; Alexandra Kaufmann – Scholz 11:9, 2:11, 11:9, 7:11, 6:11.

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