Tischtennis „Pollis“ Traum geplatzt

Polina Trifonova scheitert in Guimarães erst im allerletzten Match.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Weil am Rhein (mib). Das war knapp: Für Polina Trifonova vom ESV Weil haben sich die Mühen der vergangenen fünf Tage im portugiesischen Guimarães am Ende nicht gelohnt. „Sie spielt ihr Turnier des Lebens“, war man im Lager der Weiler von der Leistung der Bulgarin beeindruckt. Dennoch: Das Tischtennis-Ass aus Bulgarien verpasste haarscharf die Qualifikation für die Olympischen Spiele.

Im entscheidenden Spiel um das Olympia-Ticket unterlag die Nummer 407 der Weltrangliste gestern der Russin Yana Noskova. Die Nummer 60 der Welt wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Auch wenn es knapp war: Die Weilerin hielt gut mit, leistete enormen Widerstand, schaffte den 2:2-Satzausgleich und musste sich am Ende doch mit 2:4-Sätzen geschlagen geben. Satz sechs ging mit 11:9 an die Russin.

Als Zweitplatzierte hatte Trifonova den Sprung ins Hauptfeld geschafft, wo es zunächst im K.o-System weiterging. Dort bekam sie es zum Auftakt mit der Kroatin Mateja Jeger zu tun. Im Playoff-Viertelfinale gegen Schwabhausen standen sich beide schon dreimal gegenüber. Die Weilerin behielt da zweimal die Oberhand, und auch in Guimarães wies Trifonova die Kroatin mit 4:1-Sätzen in die Schranken.

Das klare 0:4 eine Runde später gegen Shao Jieni – eine gebürtige Chinesin, die für Portugal startet und auf Platz 62 der Weltrangliste steht – brachte „Polli“ nicht aus dem Konzept. Ihre Reise ging weiter in der Hoffnungsrunde. Dort versammelten sich alle Verlierer der Hauptrunde. Die zweite Chance sozusagen. Und hier griff Trifonova an. Dort besiegte sie zunächst die Serbin Sabina Surjan knapp mit 4:3, wobei die Bulgarin ein 0:2-Satzrückstand wettmachte. In der Gruppenphase hatte Trifonova noch verloren. Sieben Durchgänge musste sie dann auch gegen Charlotte Carey aus Großbritannien überstehen. Gegen die langjährige ESV-Akteurin behielt sie die Nerven und sicherte sich den letzten Satz klar mit 11:4.

Gestern machte Trifonova da weiter, wo sie am Samstag aufgehört hatte. Am späten Vormittag musste die Luxemburgerin Sara De Nutte, dran glauben. In fünf engen Sätzen war es die Weiler Nummer zwei, die mit 11:9, 10:12, 11:8, 11:7 und 11:8 die Nase vorn hatte.

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