Tischtennis Scholz ersetzt wieder Lupulesku

Trotz Corona-Hotspot und Ausgangssperre ab 21 Uhr geht am heutigen Samstag das letzte Vorrundenspiel des ESV Weil in der 1. Damen-Bundesliga in der Sporthalle der Leopoldschule über die Bühne. „Wir haben grünes Licht vom Deutschen Tischtennisbund, werden das Hygiene-Konzept penibel umsetzen. Das heißt: Zuschauer sind nicht zugelassen.

Von Uli Nodler

Weil am Rhein. Nach dem überraschenden Auswärtserfolg beim Titel-Aspiranten Kolbermoor liegt bei den Weilerinnen ab 14 Uhr heute gegen das noch punktlose Schlusslicht TTG Bingen/Münster-Sarmsheim der Fokus auf Sieg. Mit vier Punkten aus den bisher fünf ausgetragenen Partien hätte der ESV sein Soll erfüllt.

Fehlen wird jedoch die bislang überzeugende Izabela Lupulesku an Position vier. Für die Serbin spring erneut Vivien Scholz wie schon beim Erfolg gegen Kolbermoor, ein. „Das ist keine Schwächung für uns. Vivien hat mit ihrem tollen Auftritt in Kolbermoor bewiesen, dass sie dass Niveau in der ersten Bundesliga besitzt“, betont ESV-Trainer Alen Kovac. Lupuleskus Fehlen ist zunächst studienbedingt. Die Angriffsspielerin arbeitet derzeit an ihrer Masterarbeit. Zudem konnte sie die Quarantäne-Vorschriften nicht einhalten und muss deshalb auf einen Einsatz verzichten. Keine Probleme gibt’s bei Polina Trifonova. Sie hält sich schon länger in Weil am Rhein auf. Ievgeniia Sozoniuk ist bereits mit einem negativen Testergebnis vor zwei Wochen aus der Ukraine eingereist. Ungeachtet dessen musste sie hier in Weil noch einmal fünf Tage in Quarantäne, konnte in dieser Zeit nicht trainieren.

Gegen Bingen/Münster-Sarmsheim rückt Sophia Klee an Position drei vor. Das vordere Paarkreuz bilden wie gewohnt Ievgeniia Sozoniuk und Polina Trifonova.

Keine Frage: Weils heutiger Gegner ist in Zeiten der Corona-Pandemie schwer gebeutelt. So haben bislang die US-Amerikanerin Amy Wang und die Weißrussin Nadezhda Bogdanova noch gar nicht gespielt. Auch Mallika Bhandarkar aus Indien konnte bisher nur eine Partie mit einem Kurzvisum bestreiten. Die Bemühungen der Bundesligaverantwortlichen durch Kontaktaufnahme mit den deutschen Botschaften in Belarus und Indien, dem Auswärtigen Amt in Deutschland und der Bundespolizei brachten bisher nicht den gewünschten Erfolg.

Sollte das Trio heute fehlen, so dürfte die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim gegen einen ESV Weil nahezu in Bestbesetzung chancenlos sein.

Angesichts der Einreisebeschränkungen haben die TTG-Verantwortlichen nun reagiert und die Tschechin Karolina Mynàrovà für die Rückrunde verpflichtet. Die 24-jährige Nationalspielerin lebt und trainiert im Trainingszentrum in Luxemburg und kommt vom Zweitligisten Füchse Berlin Reinickendorf.

Für den ESV Weil geht’s bereits am 9. Januar 2021 weiter. An diesem Tag bestreiten die Weilerinnen ihr Rückspiel gegen eastside berlin. Einen Tag später steigt dann in der Bundeshauptstadt das Finalfour-Pokalendturnier.

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