Tischtennis Schon im Achtelfinale raus

Sophia Klee im Trikot der deutschen Nationalmannschaft.Foto: Marco Steinbrenner Foto: Die Oberbadische

Große Enttäuschung bei Sophia Klee: Beim WTT Youth Contender, der neuen Turnierserie des Tischtennis-Weltverbandes im portugiesischen Vila Real, musste sich die Bundesliga-Spielerin des ESV Weil in der U19-Konkurrenz bereits im Achtelfinale verabschieden.

Von Marco Steinbrenner

Vila Real/Weil am Rhein. „Nach den schriftlichen Abiturklausuren hatte ich einfach zu wenig Zeit, um mich auf Tischtennis zu konzentrieren. Ich war vom Kopf nicht voll da“, verriet die 18-Jährige im Anschluss an das erste internationale Turnier nach siebenmonatiger Corona-Zwangspause.

Klee erwischte in der Gruppenphase einen sehr schlechten Start und verlor gleich zu Beginn gegen Vera Volkava aus Weißrussland in fünf Sätzen. Durch den anschließenden 3:2-Erfolg gegen die Belgierin Sara Devos zog die zukünftige Erstliga-Spielerin des TTC 1946 Weinheim zwar in das 32-köpfige Hauptfeld ein, erhielt als zuvor Topgesetzte aufgrund ihres zweiten Platzes nach der Vorrunde jedoch sehr früh starke Konkurrenz.

Zwar setzte sich Sophia Klee zunächst gegen Darya Vasilenka (Weißrussland) mit 11:4, 11:6 und 11:1 souverän durch, doch bereits im Achtelfinale wartete die an Position zwei eingestufte Rumänin Elena Zaharia. Auf dem Zählgerät stand am Ende zwar ein 3:0-Sieg der späteren Bronze-Gewinnerin, doch die Partie war deutlich ausgeglichener.

Im ersten Satz brachte Klee einen 7:1- sowie 10:8-Vorsprung nicht nach Hause und verlor noch mit 10:12. Nach dem 9:11 in Durchgang zwei ließ die deutsche Jugend-Einzelmeisterin im dritten Abschnitt drei Satzbälle liegen (13:15). „Meine Gegnerin hat gut gespielt und auch verdient gewonnen. Meine Leistung war in dieser Partie trotzdem nicht so schlecht.“

Der Abschied fiel nicht leicht

Wenn Klee an ihre erste und gleichzeitig letzte Saison beim ESV Weil zurückdenkt, gerät die angehende Abiturientin direkt ins Schwärmen. „Es hat riesig viel Spaß gemacht. Die Mannschaft war super. Mit wie viel Herz und Leidenschaft sich Manager Serge Spiess sowie seine Frau Doris für den Verein einsetzen, ist der Wahnsinn.“

So fiel der Abschied auch nicht leicht. „Weil liegt nun mal knapp 500 Kilometer von meinem Wohnort Niestetal entfernt. Das ist schon ein verdammt langer Weg.“ Nichtsdestotrotz fühlte sich Klee in der vergangenen Saison im Dreiländereck sehr wohl.

Mit dem Erreichen des fünften Tabellenplatzes, dem anschließenden Einzug in das Play-off-Halbfinale gegen den späteren alten und neuen Deutschen Meister TTC Berlin eastside sowie der Qualifikation für das Final Four um den nationalen Pokal habe man „wirklich Herausragendes“ erreicht. „Diese Erfolge freuen mich für die Mannschaft und für den gesamten Klub.“ Mit ihren Leistungen war Klee nicht immer zufrieden. „Es gab schon Zeiten, da habe ich besser gespielt. Persönlich hatte ich mehr erhofft. Trotzdem versuchte ich stets zu beißen und das Bestmögliche herauszuholen. Das hat leider nicht immer geklappt.“

Für Klee wird Hana Arapovic in die Weiler Mannschaft rücken. Die Kroatin war ebenfalls in Vila Real am Start und schied, an Nummer zwei gesetzt, im U17-Wettbewerb überraschend schon im Achtelfinale gegen Markhabo Magdieva (Usbekistan) aus. Magdieva gewann einen Tag später sensationell im Finale gegen Naomi Pranjkovic (SV DJK Kolbermoor) die U19-Konkurrenz. Pranjkovic war es übrigens, die sich vorher im Viertelfinale gegen Arapovic mit 3:0 durchgesetzt hatte.

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