Tischtennis Sechs Klubs rüsten personell auf

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Das Warten hat ein Ende. Am kommenden Sonntag (25. September) startet auch der ESV Weil mit einem Heimspiel (wir berichten noch) gegen den ttc berlin eastside in die Saison 2022/23. Es ist eine von 56 Begegnungen, auf die natürlich dann mit den Play-offs das Sahnehäubchen folgt. Und es verspricht eine äußerst interessante Saison auf hohem Niveau zu werden.

Weil am Rhein (pd/nod). Sechs der acht Klubs, die am Start sind – dieselben wie in der Saison 2021/22 – haben personell nochmals aufgerüstet und sich, wie es scheint, sehr gut und zielgerichtet verstärkt. Lediglich der TSV Schwabhausen und der ESV Weil haben keine Neuverpflichtungen getätigt, doch das sind zwei extrem gut eingespielte Teams, die den Erfolg über den Schlüssel Kontinuität suchen.

Titelfavorit ist natürlich wieder der ttc berlin eastside, der auch in den übrigen Wettbewerben Champions League und Pokal ganz oben landen möchte. Doch die Konkurrenz hat nicht geschlafen. So haben sich Vizemeister Langstadt sowie Pokalsieger Kolbermoor auf wichtigen Positionen verstärkt. Stellt man die Frage nach potenziellen Absteigern, wird man nur Achselzucken ernten, denn schwache Teams wollen einem partout nicht einfallen, sodass es am Ende einen erwischen könnte, der heute noch nicht im Traum daran denkt.

Neue interessante Gesichter wie die beiden spielstarken Honkong-Chinesinnen Lee Ho Ching (Berlin) und Soo Wai Yam Minnie (Langstadt), in Kurzform überall Minnie Soo genannt, werden die Liga bereichern. Gleiches gilt für die 19-jährige Armenierin Elizabet Abrahamyan, die künftig ebenfalls im Berliner Dress aufschlägt und schon auf Platz 25 der Weltrangliste stand.

Kolbermoor kann mit der Schwedin Linda Bergström eine Abwehrspielerin von internationalem Rang ins Rennen schicken, die mit ihren 27 Jahren schon reichlich Champions-League-Erfahrung aufweist. Die 26-jährige kroatische Nationalspielerin Lea Rakovac wird nunmehr Bingens Dress tragen. Ihr erklärtes Ziel ist es nicht nur, mit der TTG erfolgreich in der Bundesliga zu spielen, sondern sich auch für die Olympischen Spiele 2024 in Paris zu qualifizieren. Und das Beste: Die genannten Spielerinnen sollen häufig bis regelmäßig eingesetzt werden.

Auch aus der 2. Liga kamen Spielerinnen nach oben, die nun in der Beletage des deutschen Damen-Tischtennis zeigen können, was tatsächlich in ihnen steckt. Zu nennen wären die Ukrainerin Solomiya Brateyko (Kolbermoor) und die neue Nummer zwei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim, die Russin Elena Kuzmina, die sich auf internationaler Bühne unter ihrem Mädchennamen Elena Troshneva einen Namen gemacht hat. Beide wechselten vom Zweitliga-Vizemeister TuS Uentrop in die 1. Bundesliga Damen. Vom TTC Langweid stieß die 19-jährige englische Nationalspielerin Charlotte Bardsley zur SV Böblingen.

Bei den Schwaben freut man sich besonders, dass die quirlige Taiwanerin Lin Chia-Hsuan, die in der letzten Rückrunde zum Team stieß, sportlich sofort für Furore sorgte und – natürlich neben Tischtennis-Ikone Qianhong Gotsch – zum Publikumsliebling avancierte, nun ständig dabei sein kann.

Auch innerhalb der 1. Bundesliga wurde gewechselt. Mit Yuan Wan, Mateja Jeger und Giorgia Piccolin hat sich der ambitionierte TTC 1946 Weinheim die Dienste von gleich drei Spielerinnen gesichert, die bisher bei Ligakonkurrenten unter Vertrag standen. Nicht wenige trauen den Nordbadenern mit ihrer brasilianischen Weltklassespielerin Bruna Takahashi zu, diesmal unter die besten Vier zu kommen.

Mit der 12-jährigen Josephina „Josi“ Neumann – von Zweitliga-Aufsteiger Langstadt II gekommen – hat Berlin nunmehr die jüngste Bundesligaspielerin aller Zeiten und das vermutlich größte Talent Europas im Kader.

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