Tischtennis „Spielzeit steht auf der Kippe“

Ist Jürgen Eise und der ESV Weil in dieser Saison noch einmal in der Verbandsliga im Einsatz?Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Jürgen Eise hat in seinem langen Tischtennisleben schon eine Menge erlebt. Für ihn stellt der Ausbruch des Coronavirus jedoch alles bisher Dagewesene in den Schatten. Der 51-Jährige ist immer noch ein Leistungsträger des Tischtennis-Verbandsligisten ESV Weil. Für ihn und seine Teamgefährten ruht nun der Spielbetrieb bis mindestens 17. April dieses Jahres.

Weil am Rhein (nod). „Dieser Unterbruch ist absolut notwendig. Auch der Sport muss natürlich Solidarität zeigen und seinen Beitrag leisten, damit die Ausbreitung des Virus verlangsam wird, um die medizinische Versorgung der Infizierten in vollem Umfang zu gewährleisten. Deshalb ist auch die zunächst einmal beschlossene Saison-Aussetzung total gerechtfertigt, sagt der Inhaber eines führenden Landschafts- und Gartenbaubetriebs im Brustton der Überzeugung.

Eise plädiert für zwei Aufsteiger und keinen Absteiger

Für Jürgen Eise steht die Saison generell auf der Kippe, wenn das Spielverbot über den 17. April hinaus verlängert wird. Denn: Der letzte Spieltag in der Herren-Verbandsliga ist für den 25. April terminiert. „Ich weiß nicht, ob es dann Sinn macht, eventuell im Mai die noch ausstehenden Partien nachzuholen“, betont das Tischtennis-Ass des ESV Weil.

Allerdings wäre, nicht wie etwa im Fußball, genügend Zeit zwischen der aktuellen und nächsten Spielzeit, die erst Mitte oder Ende September gestartet wird.

Wird abgebrochen, plädiert Eise dafür, dass es, wenn keiner freiwillig aus personellen oder finanziellen Gründen einen Rückzieher macht, diesmal keine Absteiger in der Verbandsliga geben wird.

Zudem müssten der Erste und Zweite, der eigentlich eine Aufstiegsrelegation spielen müsste, direkt in die Badenliga aufsteigen, um die Verbandsliga zahlenmäßig zu entlasten. Dennoch wäre wohl eine Aufblähung der Herren-Verbandsliga Südbaden nicht zu verhindern. „Das würden die Vereine aber in Kauf nehmen“, ist sich Weils Teamsprecher sicher.

Aktuell steht der ESV Weil in der Herren-Verbandsliga als Tabellenfünfter auf einem gesicherten Mittelfeldplatz. Um den Ligaverbleib zittern muss allerdings der SV Eichsel als Viertletzter des Elfer-Feldes. Der Dinkelberg-Klub steht aktuell auf einem Relegationsplatz, ist nicht gesichert.

Hinter den Eichslern rangieren Stühlingen (2:28 Punkte), Iffezheim (10:24) und Auggen auf den vermeintlichen fixen Abstiegsplätzen. An der Spitze kann der TTC Singen II angesichts eines komfortablen Vorsprungs für den direkten Aufstieg in die Badenliga planen. Auf Platz zwei und damit auf dem Relegationsplatz steht der FT 1844 Freiburg II.

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