Tischtennis Spitzenreiter ist eine Nummer zu groß

Da war nichts zu holen: Die Tischtennis-Damen des ESV Weil am Rhein hatten gestern gegen den Tabellenführer der 1. Bundesliga, SV DJK Kolbermoor, nichts zu bestellen. Das deutliche 1:7 sorgte für viele enttäuschte Gesichter im Lager der Gastgeberinnen. Den Ehrenpunkt holte im letzten Einzel des Nachmittags immerhin noch Sophia Klee.

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. Im ersten Rückrundenmatch lief vor allem bei Polina Trifonova und Izabela Lupulesku nichts zusammen. Und so kann man dann eben dem Spitzenreiter nicht auch nur annähernd das Wasser reichen. Nicht einmal ein besseres Ergebnis, was sich Coach Alen Kovac gewünscht hatte, war da drin. „Gegen Kolbermoors Nummer Vier müssen eigentlich zwei Siege her, dazu vielleicht noch ein, zwei Matches“, befand Kovac.

Aber die angesprochene Gästeakteurin Naomi Pranjkovic zog in der ersten Runde gleich einmal Lupulesku den Zahn. Mit 1:3 unterlag Weils Nummer Drei, auch weil sie sich laut Kovac einmal mehr viel zu sehr unter Druck gesetzt hatte. „Sie meint immer, sie müsse gegen jüngere Gegnerinnen unbedingt gewinnen.“

Und weil das gleich schief ging, war aller Kampfesgeist dahin und auch im zweiten Spiel gegen Abwehrkünst- lerin Svetlana Ganina überhaupt keine Spielfreude zu erkennen. Gerade einmal 13 Punkte brachte sie in dieser Partie zustande.

Zu diesem Zeitpunkt stand die Niederlage der Weilerinnen bereits fest. Denn Yuan Wan, die Nummer Zwei der Gäste aus Bayern und Schwester der Ex-Weilerin Qian Wang, erwischte einen echten Sahnetag. Trifonova hatte ihr beim 7:11, 7:11 und 2:11 nichts entgegenzusetzen. Es war das 5:0 der Gäste, die weiterhin die Rangliste anführen.

Zuvor in Runde eins hatte Trifonova Kristin Lang immerhin noch einen Satz abgenommen, war aber am Ende ebenfalls chancenlos.

Weils Topspielerin Ievgeniia Sozoniuk musste im ersten Spiel des Tages die Überlegenheit ihrer Gegnerin anerkennen. Wan machte kurzen Prozess (11:5, 11:8, 11:7). Gegen ihre Aufschläge war kein Kraut gewachsen und gegen ihre gepfefferte Vorhand schon gar nicht. „Im Hinspiel hatte Wang noch Trainingsrückstand, jetzt nicht mehr. Das sieht man gleich“, lobte auch Kovac die Gästeakteurin.

Das Match der beiden Topspielerinnen hätte dann aber auch einen anderen Ausgang nehmen können. Denn Sozoniuk führte gegen Lang schon mit 2:0-Sätzen und hatte im vierten Durchgang gar zwei Matchbälle. Doch Lang wehrte sie ab, brachte den Satz mit 12:10 nach Hause und ließ im Anschluss nichts mehr anbrennen. Sozoniuks Widerstand war gebrochen. Lang gewann den entscheidenden Durchgang gleich mit 11:4. „Schade, das wäre für sie ein echtes Highlight gewesen“, fühlte auch Weils Sportchef Serge Spieß mit seinem Schützling mit, der sich erst einmal wieder sammeln musste.

Das erste Spiel des Tages musste Sophia Klee noch ihrer Gegnerin überlassen. Sie hatte gegen die Abwehrspielerin Ganina lange gebraucht, um ins Match zu finden. Im dritten Durchgang konnte sie beim 10:9 einen Satzball nicht verwerten, was die Gegnerin dankend annahm und nach einem tollen Ballwechsel die Begegnung in die Gästeecke brachte.

Trotz der Pleite und des deutlichen 0:7-Rückstands ihres Team präsentierte sie im zweiten Einzel dann ihr Können. „Da hat sie gezeigt, was sie wirklich kann“, freute sich Kovac. Sicher, druckvoll, präzise und mit dem richtigen Abstand zur Platte schoss sie Pranjkovic beim 11:9, 11:4 und 11:5 förmlich aus der Sporthalle. Es war der Ehrenpunkt für den ESV. Mehr war nicht drin.

Einzel: Sozoniuk – Wan 5:11, 8:11, 7:11, Trifonova – Lang 9:11, 11:8, 9:11, 4:11, Lupulesku – Pranjkovic 7:11, 11:6, 8:11, 5:11, Klee – Ganina 7:11, 7:11, 10:12, Sozoniuk – Lang 11:8, 11:9, 7:11, 10:12, 4:11, Trifonova – Wan 7:11, 7:11, 2:11, Lupulesku – Ganina 3:11, 3:11, 5:11, Klee – Pranjkovic 11:9, 11:4, 11:5.

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