Tischtennis Vivien Scholz bleibt nun doch

Vivien Scholz spielt auch in der kommenden Saison für den ESV Weil.Foto: Marco Steinbrenner Foto: Die Oberbadische

Der erstmalige Aufstieg in das Bundesliga-Oberhaus ist für die Tischtennis-Damen des ESV Weil schon seit einigen Wochen in trockenen Tüchern. Doch wann wird die Mannschaft um Spitzenspielerin Ievgenija Sozoniuk (ehemals Vasylieva) erstmals in der Vereinsgeschichte in der Eliteklasse um Punkte kämpfen?

Von Marco Steinbrenner

Weil am Rhein. Der Rahmenterminplan des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) sieht vor, dass der erste Spieltag am 10. und 11. Oktober ausgetragen werden soll. Da nach dem Rückzug des TuS Bad Driburg nur sieben Teams um den begehrten nationalen Titel kämpfen, besteht nach Angaben von Spielleiter Kolja Rottmann (Frankfurt am Main) kein großer zeitlicher Druck. Bis zum 15. Juni haben die Vereine Zeit, ihre Terminwünsche abzugeben. Im Rahmen der Jahrestagung am 5. Juli wird Rottmann den Spielplan präsentieren.

Der Bundesliga-Start hängt auch davon ab, ob die Europameisterschaften in Warschau (15. bis 20. September) und die Team-Welttitelkämpfe im koreanischen Busan (27. September bis 4. Oktober) aufgrund der Corona-Pandemie auch tatsächlich stattfinden können. Sowohl die Europäische Tischtennis-Union (ETTU) als auch der Weltverband ITTF wollen in Kürze entscheiden. „Finden beide Turniere nicht statt, könnten wir theoretisch auch schon eher loslegen“, ergänzt der Spielleiter.

Nach einem Jahr Pause wird die Play-off-Runde wieder eingeführt. Da der TuS Bad Driburg sein Team erst nach dem Meldeschluss am 15. März zurückgezogen hat, stehen die Ostwestfalen als erster und einziger Absteiger fest. Die Teams auf den Positionen eins bis sechs qualifizieren sich für die Play-offs, wobei der Erst- und Zweitplatzierte direkt im Halbfinale steht. Die Gegner werden in den Partien Dritter gegen Sechster sowie Vierter gegen Fünfter ermittelt.

Welches Gesicht die sieben Mannschaften zumindest für die Hinrunde haben, in diesem Jahr darf erstmals nämlich auch zum 30. November nochmals der Klub gewechselt werden, steht seit dem Pfingstsonntag (31. Mai) fest.

Lediglich der SV Böblingen bleibt unverändert. Beim sechsfachen deutschen Meister TTC Berlin eastside hat sich auf der Zielgerade noch etwas getan. Das Angebot an die bisherige Spitzenspielerin Fu Yu wurde von Manager Andreas Hain zurückgenommen. „Mündlich waren wir uns zwar schon einig, doch hat sich der Verein nunmehr dazu entschieden, dass wir in Zeiten von Corona nur Spielerinnen unter Vertrag nehmen, die auch sicher zu den Partien kommen können.“ Die gebürtige Chinesin Fu Yu ist seit sieben Jahren im Besitz der portugiesischen Staatsbürgerschaft und lebt in Madeira. Fu wechselt zum SV DJK Kolbermoor, dem größten Konkurrenten der Hauptstädter im Kampf um Platz eins.

Beim ESV Weil ist es bei den Neuzugängen Izabela Lupulesku (STK Novi Sad/Serbien) und Sophia Klee (TuS Bad Driburg) geblieben. Vivien Scholz, die eigentlich zum Serienmeister aus Berlin wechseln wollte, bleibt nun doch im Dreiländereck. „Aufgrund von Corona ist die Zukunft unserer Trainingsgruppe nicht gesichert“, verrät Hain. „Deshalb möchte Vivien nicht zu uns.“

Keine Frage: Das ist eine gute Nachricht für den ESV. „Wir haben uns sehr gefreut, dass Vivien jetzt doch bleibt. Jetzt haben wir fünf starke Bundesliga-Spielerinnen. Mit ihr ist die Mannschaft noch stärker“, freut sich Serge Spiess, der Sportliche Leiter des ESV Weil.

Ein ausgeglichen starkes Quintett hat auch den Vorteil, dass zum einen auf der taktischen Seite eine Menge geht und zum anderen Verletzungen kompensiert werden können. Mit Scholz hat der ESV nun durchaus Chancen, die Playoffs zu erreichen.

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