Todtnau 25 Soldaten packten kräftig zu

Todtnau-Fahl kann sich über eine nagelneue Fußgängerbrücke über die Wiese freuen. Das neu geschaffene Bauwerk löst den alten, morsch gewordenen Steg ab, der zum Weltcup im Jahr 2000 gebaut und ab 2017 nicht mehr verkehrssicher war und gesperrt werden musste.

Von Gudrun Gehr

Todtnau-Fahl. Der Steg hatte den Fußweg zwischen den Parkplätzen vor der Schwarzwaldkaserne und den Liftstationen des Alpin-Centers angenehm verkürzt. Zu winterlichen Spitzenzeiten konnte durch die Begehung des Stegs täglich bis zu 15 000 Skifahrern der umständliche Umweg entlang der B 317 erspart werden. So erreichten die Skifahrer bequem den Liftverbund von Fahl.

Quasi mit einer Win-Win Situation durch Bundeswehrkräfte und der Stadtverwaltung Todtnau löste sich nun das seit zwei Jahren bestehende Sicherheitsproblem. Die marode Fußgängerbrücke wurde innerhalb weniger Tage durch das tatkräftige Anpacken einer Gruppe von 25 jungen, handwerklich talentierten Soldaten einer Pioniereinheit aus Stetten am Kalten Markt erneuert.

Bernd Geiling, Kommandant der Sportfördergruppe der Bundeswehr in der Schwarzwaldkaserne in Fahl, entwickelte gemeinsam mit dem Hauptamtsleiter der Stadt Todtnau, Hugo Keller, die kreative Lösung des Problems. Ohnehin bestehen gute Kontakte zwischen der Stadtverwaltung und der Bundeswehreinheit in Fahl. Es gab ein beiderseitiges Interesse am Neubau des Fußgängerstegs, und so kam man innerhalb eines nahezu zwei Jahre andauernden behördlichen Genehmigungsprozesses mit Unterstützung des Bundeswehrdienstleistungszentrums dem Neubau des Übergangs näher.

Auch für die Bundeswehr bestand Handlungsbedarf: Insgesamt benötigen auch Hunderte von Bundeswehrangehörigen der Kaserne für ihre sportliche Betätigung einen kurzen, ungefährlichen Weg zu den Liftstationen. Die Stadt Todtnau stellte für den Neubau das notwendige Material zur Verfügung und auch der Forst unterstützte den Bau.

Die Pioniergruppe aus Stetten am Kalten Markt unter Leitung von Oberleutnant Thomas hatte den Steg im Rahmen einer Übungseinheit neu errichtet. Pläne sahen ursprünglich die Sprengung der alten Brücke vor, allerdings musste davon auch aufgrund von möglichen Regressansprüchen Abstand genommen werden. So wurde die Brücke von den Soldaten konventionell abgebaut.

Bei der offiziellen Übergabe der Brücke an die Stadt Todtnau am Mittwoch bedankte sich Bürgermeister Andreas Wießner bei den angetretenen Soldaten und deren Ausführungsleiter Urbansky: „Sie haben hier ein tolles Projekt, das ergänzend noch als Übungsobjekt dient, auf die Beine gestellt.“ Auch der Dank von Jan Hamacher, Chef der Panzerpionierkompanie 550 aus Stetten am Kalten Markt, ging an seine Pioniere: „Sie haben hier einen großen Ausbildungserfolg mit einem guten gemeinschaftlichen Produkt hergestellt. Ich freue mich, dass hier so ein gutes Gebrauchsobjekt geschaffen wurde.“

Bürgermeister Wießner lud die fleißigen Handwerker der Bundeswehr als Dank für den Bau der Brücke zum Abendessen in die Kaserne ein.

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