Todtnau Akustik der Kirche glänzend zur Geltung gebracht

Markgräfler Tagblatt, 17.04.2018 17:30 Uhr

Todtnau-Geschwend (hf). Kürzlich bescherte der Musikverein Geschwend den Zuhörern in der St. Wendelin Kirche ein herrliches Kirchenkonzert zum 110-jährigen Bestehen des Musikvereins. Markus Böhler, der musikalische Leiter des Vereins, hatte ein Repertoire zusammengestellt, das dem feierlichen Anlass angemessen war und das die Akustik der Kirche glänzend zur Geltung brachte.

Der Musikverein Geschwend eröffnete das Konzert mit dem 1792 komponierten „March for the Royal Society of Musicians“ von Joseph Haydn und ließ gleich im Anschluss Georg Friedrich Händels „Feuerwerks-Musik“ folgen.

Dann erklang der Choral „The Eight-Pointed Cross“ – das achtzackige Kreuz von Ray Sciberras war eine Komposition zu Ehren der Malteser, welche die Akustik in der historischen Kirche voll zur Geltung brachte. Das galt ebenso für das Stück des Norwegers Rolan Lovland, „You raise me up“, in das der Komponist starke keltische Anklänge eingearbeitet hatte und das von den Musikern mit Bläser-Solo-Einsätzen hervorragend vorgetragen wurde.

Mit dem „Concerto d`amore“ von Jacob de Haan schlug Dirigent Markus Böhler einen Bogen in die Moderne. Das Stück zeigte eine eindrückliche Verbindung des Komponisten von Barock-, Pop- und Jazz-Klängen, die in einem starken Swing-Element ausklang. Auch der „Choral and Beat for Band“ des Komponisten Hermann Kahlenbach ließ mit den starken rhythmischen Bestandteilen, unterstützt vom Schlagzeug-Register des Musikvereins, den Choral eher an die musikalische Gegenwart anklingen.

Einen echten Höhepunkt lieferte der Musikverein mit dem Kanon „Give us Peace (Dona Nobis Pacem)“, das Markus Böhler mit einem Trompeten-Echo vortragen ließ, bei dem einer der Solisten im Orchester, der zweite aber hoch über den Zuhörern auf der Empore sein Solo spielte.

Mit dem Klanggemälde „Nanga Parbat“ von Michael Geisler entführten die Musiker ihre Zuhörer in die Welt der Berge und ließen sie musikalisch teilhaben an den Empfindungen, wie nah Glück und Leid, Erfolg und Scheitern beieinander liegen können.