Todtnau Als „starke Gemeinschaft“ erfolgreich

Dieter Hierholzer, stellvertretender Vorsitzender der Genossenschaft „dasrößle“ (Mitte), konnte am Mittwoch Alexander Hepperle (links) und Matthias Stuhlinger vom Genossenschaftsverband Baden-Württemberg im Dorfgasthaus begrüßen. Foto: Peter Schwendele Foto: Markgräfler Tagblatt

Todtnau-Geschwend (pele) „Die Gemeinschaft trägt das Haus“, sagte Dieter Hierholzer zu dem Modell, mit dem das Dorfgasthaus „dasrößle“ seit zwei Jahren erfolgreich auf genossenschaftlicher Basis betrieben wird. Im „Rößle“ waren am Mittwoch zum Auftakt des „Jahrs der Genossenschaften“ Freunde, Gönner und Vertreter des Genossenschaftsverbands Baden-Württemberg zu Gast.

Die Genossenschaft des Dorfgasthauses hat mittlerweile 163 Mitglieder, die sich zum Ziel gesetzt haben, das historische Baudenkmal aus dem 18. Jahrhundert als Gasthaus und als kulturelle sowie gesellschaftliche Begegnungsstätte für die einheimische Bevölkerung als auch für Gäste von weiter her nachhaltig zur Verfügung zu stellen. „Der Erfolg basiert auf der starken Zusammengehörigkeit der Genossenschaft“, betonte der stellvertretende Vorsitzende der Genossenschaft „dasrößle“, Dieter Hierholzer, in seinem Rückblick auf die bisherigen Aktivitäten.

Die Idee, das Gasthaus „nicht sich selbst zu überlassen“, war in Geschwend 2010 aufgekommen, 2011 wurde dann die Genossenschaft gegründet und vor genau zwei Jahren, im Januar 2013, öffnete das Dorfgasthaus nach der Renovierung seine Pforten. Man sei „stolz und glücklich“ auf das bisher als „starke Gemeinschaft“ Erreichte, sagte Hierholzer. Die Wirtschaft wird gut angenommen, und auch das im vergangenen Jahr gestartete Übernachtungsangebot wird gern genutzt.Die Genossenschaft sei nach wie vor am Wachsen.

Über die Arbeit des Rößle-Kulturvereins berichtete Rosi Maier. Der 2012 gegründete Verein habe mittlerweile rund 50 Mitglieder und versuche, „Leben ins Gasthaus zu bringen“. Viele der regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen, die der Kulturverein organisiert, seien ausverkauft, freute sich Maier.Weitere Mitstreiter könne man immer gebrauchen.

Matthias Stuhlinger vom Genossenschaftsverband Baden-Württemberg sprach den „Rößle“-Verantwortlichen ein großes Kompliment für das bisher Geleistete aus und sprach von einer „Super-Sache“. Grundsätzlich würden die rund 850 eingetragenen Genossenschaften im Land zeigen, wie vielfältig die einzelnen Geschäftsmodelle sein könnten. „Der Hauptpunkt ist das Engagement, das man an den Tag legt“, meinte Stuhlinger.

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