Todtnau Arbeiten für einen guten Zweck

Das Firmenhilfswerk von Zahoransky besteht seit 50 Jahren. Foto: Archiv Foto: Markgräfler Tagblatt

Hinter der Firma Zahoransky stehen heute mehr als 900 Mitarbeiter, die in der Tradition des Familienunternehmens verwurzelt sind. Eine lange Tradition hat auch das soziale Engagement von Mitarbeitern und Firma in Form des Firmenhilfswerks, das seit 50 Jahren besteht.

Todtnau. Im Jahr 1970 wurde bei einem gemeinsamen Betriebsabend der Freiburger und Todtnauer Werke in Kirchzarten das Zahoransky-Firmenhilfswerk vom damaligen Firmenchef Heinz Zahoransky ins Leben gerufen. In seiner damaligen Ansprache sagte er laut Pressemitteilung des Unternehmens: „Erfreuliches durfte ich Ihnen über unseren Betrieb berichten. Wie viel Unerfreuliches hingegen geschieht in unserer unruhigen Welt. Von wie viel Not und Leid hören wir tagtäglich. Drängt sich da nicht der Gedanke auf zu helfen? Was können wir tun? Ich schlage vor, dass wir alle, der ganze Betrieb, im Herbst einmal eine Stunde zusätzlich arbeiten. Dies ergibt einen Betrag von etwa 2500 Mark, den wir einem betrieblichen Konto gutschreiben. Die Firma wird den gleichen Betrag überweisen. Damit stehen 5000 Mark zur Verfügung. Über diesen Betrag soll der Gesamtbetriebsrat beider Betriebe mit der Geschäftsleitung verfügen. Wir können in Katastrophenfällen helfen, denken Sie an Rumänien, Peru oder die Türkei. Wir können auch die örtlichen Hilfsorganisationen oder Betriebsangehörige unterstützen.“

Der Vorschlag wurde umgesetzt. Später traten auch die neu gegründeten Firmen Zahoransky Logroño, der Zahoransky Formenbau und Zahoransky Rothenkirchen und ihre Mitarbeiter dem Programm bei.

Die Spenden gingen an notleidende Betriebsangehörige, viele örtlichen Hilfsorganisationen, nach Haiti und Indien. Dazu gab es zahlreiche Sonderaktionen, wie etwa für Haiti im Jahr 1998 für die Lehrwerkstatt eines SOS-Kinderdorfs und im Jahr 2010 nach einem verheerenden Erdbeben. Zum 70., 80. und 90. Geburtstag des Seniorchefs Heinz Zahoransky spendeten Firmen und Mitarbeiter anstatt eines Geburtstagsgeschenks 30 000 Mark, 15 000 Mark beziehungsweise 17 000 Euro. Über kein „Geschenk“ hat sich Heinz Zahoransky mehr gefreut.

Im Lauf der vergangenen 50 Jahre haben so die Zahoransky-Mitarbeiter ungefähr 22 000 Stunden für einen guten Zweck gearbeitet und die Firma hat jeweils den Betrag der Mitarbeiter verdoppelt. Auf diese Weise wurden seit 1970 fast 900 000 Euro gespendet und viel Gutes bewirkt, was durch viele dankbare Schreiben der Spendenempfänger belegt wird

Das Unternehmen hofft, dass die Bereitschaft der Mitarbeiter, für einen guten Zweck zu arbeiten, noch lange anhält, damit das Firmenhilfswerk erfolgreich weitergeführt werden kann. Vorstand Ulrich Zahoransky: „Unsere Verantwortung als Unternehmen ist immer auch eine soziale Verantwortung. Es gibt unserem Tun einen tieferen Sinn, wenn wir Menschen an unserem Erfolg teilhaben lassen können.“

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