Todtnau Beeindruckende Luftrettungsvorführung

Die Bergwacht erklärte, wie ein Verletzter von der Unglückstelle in die Klinik transportiert wird.                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Foto: Ulrike Jäger Foto: Markgräfler Tagblatt

Ob Hubschrauber, Löschfahrzeug, Polizeiauto oder Motorschlitten inspizieren - beim Bergwachtfest und „Tag der offenen Tür“ in Todtnauberg war das möglich. Auch ein „Bussard“ war dabei, das ist der Rufname des Polizeihubschraubers aus Stuttgart, der am Sonntag seinen Einsatzort an die Bergrettungswache in Todtnauberg verlegt hatte.

Von Ulrike Jäger

Todtnau-Todtnauberg. Auch viele andere Organisationen, die Helfen und Leben retten zu ihren Aufgaben zählen, konnten am Sonntag beim Fest der Bergwacht Notschrei zu ihren Aufgaben befragt werden. Die DLRG aus Rheinfelden war ebenso vertreten wie die Feuerwehr Schopfheim, die mit dem Gerätewagen Logistik GW/L da war.

Der SW 2000 hat 2000 Meter Schläuche und zwei Pumpen, berichten Marco Eckert und Sebastian Mutter. Ebenfalls aus Schopfheim waren die Retter vom Deutschen Roten Kreuz angerückt. Hier konnten die Besucher den mit spezieller Funktechnik ausgestatteten Mannschaftstransportwagen besichtigen, der auch als Einsatzleitwagen genutzt wird.

Die Feuerwehr Lörrach war mit ihrer Absturzsicherungsgruppe nach Todtnauberg gekommen. Die 14 Retter, die schwindelfrei sein müssen, sichern und retten ihre Kameraden bei Nachlöscharbeiten zum Beispiel, wenn ein Dachstuhl einstürzt. Sie würden aber auch alarmiert, wenn jemand in einen Schacht gefallen ist oder droht, von einem Hochhaus zu springen, so der Leiter Detlef Eckelt.

Fürs leiblich Wohl waren die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes aus Grenzach-Wyhlen zuständig, denn die sorgten in ihrer Feldküche für Geschnetzeltes mit Spätzle. Nebenan gab es Steaks, Würste, Pommes frites von den Bergwachtern.

Bergretter seilen sich aus 30 Meter Höhe ab

Die Polizei war mit Achim Hottinger, Lothar Mühl und Silvia Awenius vertreten, auch sie beantworteten Fragen. Vor allem lockte aber das Polizeimotorrad die großen und kleinen Gäste an. Die Bergwachter zeigten ihre Fahrzeuge und Ausrüstungen. Und dann auch ihr Können bei einem spektakulären Luftrettungseinsatz mit dem Polizeihubschrauber. Da ging ein Raunen durchs Publikum, das vom Landeplatz aus zuguckte. Hüte wirbelten durch die Luft, Hunde bellten und Gras und Steinchen flogen, als der „Bussard“ landete. Die Bergretter Bernd Schneider aus Todtnauberg und Christoph Iwertowski aus Muggenbrunn ließen sich aus rund 30 Metern Höhe abseilen, um einen „Verunglückten“ im Luftrettungssack wieder in die Höhe ziehen zu lassen. „Sogar 90 Meter Höhe sind möglich“, sagt Bernd Schneider, der eindeutig schwindelfrei sein muss. Die Polizisten Jürgen Daubenschütz, Stephan Grundling und Kai Esslinger aus Stuttgart antworteten im Anschluss geduldig auf alle Fragen der Besucher, die auch einen Blick in den Hightech-Heli werfen durften. Eine tolle Spende machten Mike Kaiser von Mike’s Bike-Station und Daniela Brender der Bergwacht, denn sie übergaben zwei E-Bikes an die Retter.

Bergwacht-Vorsitzender Markus Burgath sagte, die E-Bikes könnten auch gut für die Naturschutzstreife eingesetzt werden, denn auch dies gehöre zu den Aufgaben der Bergwacht. Daniela Brender sagte, ihre Motivation sei gewesen, die Bergwacht-Retter mit diesen Elektrofahrrädern zu unterstützen, die schneller in unwegsamem Gelände seien als manches andere Fahrzeug.

Für kleine Besucher gab es eine Hüpfburg in Form eines Rettungshubschraubers, und an der Kletterwand, gut gesichert durch die Bergwacht-Jugend, konnten sie ihr Geschick testen. Die Bergwacht Ortsgruppe Notschrei unter dem Vorsitz von Markus Burgath ist eine Fusion der Ortsgruppen Todtnauberg und Muggenbrunn.

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