Todtnau Brünner neue Ortsvorsteherin

Franziska Brünner wurde in Todtnauberg zur Ortsvorsteherin gewählt. Foto: Ulrike Jäger Foto: Markgräfler Tagblatt

Es sei seine letzte Ortschaftsratssitzung in Todtnauberg als Ortsvorsteher am Montagabend. Das betonte Heribert Wunderle, der das Amt nach fünf Jahren aus beruflichen Gründen abgab.

Von Ulrike Jäger

Todtnau-Todtnauberg. Bei einer 100-Prozent-Stelle seien nicht mehr alle Termine machbar, zumal gerade mit Ämtern und anderen offiziellen Stellen diese immer tagsüber stattfinden müssten.

Heribert Wunderle blickte in der Sitzung auf eine Zeit zurück, in der viele Projekte angegangen und auch umgesetzt werden konnten. Das Kurhaus bekam eine neue Auffahrt und einen fast barrierefreien Zugang, es gab eine neue Bühnenbeleuchtung für rund 10 000 Euro, eine neue Lautsprecheranlage und in der Küche wurde eine neue Spülstraße eingerichtet. Nun müsse endlich auch die stark in die Jahre gekommene Möblierung, die mittlerweile 50 Jahre alt sei, erneuert werden, die große Saalbeleuchtung ebenfalls, und eine Behindertentoilette fehle noch, zählte Wunderle auf.

Eine Grundsanierung des Kurhauses stehe noch aus, hierauf habe man nun lang genug gewartet, eine Klausurtagung hierzu finde im Herbst statt. Viele vergangene Sitzungen habe man mit dem Thema Hotel zugebracht, aber auch die „mühselige Baustelle Kurhausstraße“, die sich hinzog, und auch die ständige Suche junger Familien nach bezahlbaren Baugrundstücken oder Häusern habe den Ortschaftsrat in den Sitzungen immer wieder beschäftigt. Es sei derzeit nicht einfach, Grundstücke zu finden oder zu kreieren, zum Teil gebe es Angebote für 380 bis 450 Euro pro Quadratmeter. Diese Preise seien viel zu hoch, so Wunderle.

Er dankte seinem Stellvertreter Jochen Stückler und allen Ortschaftsräten für die konstruktive Zusammenarbeit, den angenehmen Umgang und tolle Unterstützung.

Dies sei „ein unbezahlbares Engagement“ und halte den Ort am Leben. Er dankte auch denjenigen, die im Hintergrund arbeiteten, Ideen kreierten und sich so für den Ort einsetzten. Wunderle wurde einstimmig in das Amt des stellvertretenden Ortsvorstehers gewählt.

Franziska Brünner wurde anschließend mit sechs zu zwei Stimmen zur neuen Ortsvorsteherin gewählt. Wunderle dankte ihr und Nadja Wissler, die sich ebenfalls für das Amt beworben hatte. Beide seien nicht Mitglied des Ortschaftsrates und hätten sich von außen um das Amt beworben. Früher sei es fast Tradition gewesen, den Ortsvorsteher im Vorhinein zu suchen. Nun sei es mal anders gelaufen. Über eine externe Ausschreibung kamen die beiden Bewerberinnen ins Spiel.

Franziska Brünner ist 44 Jahre alt und in Freiburg geboren. Sie besuchte dort die Waldorfschule und machte anschließend bei KBC in Lörrach eine Ausbildung zur Textilmustergestalterin. Nach dem Design-Studium in London und München arbeitet Franziska Brünner als selbstständige Industriedesignerin in Todtnauberg. Hier hat die Familie seit 15 Jahren ein Ferienhaus, seit einem Goldschmiedekurs im Haus Turmalin 2013 lebt sie nun hier. Seit 2016 ist sie Mitglied im Vorstand des Vereins „Liebenswertes Todtnauberg“.

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