Todtnau Enttäuscht von den Besucherzahlen

Das neue Todtnauer Bad kann dieses Jahr noch mehr Besucher vertragen. Foto: Ulrike Jäger Foto: Markgräfler Tagblatt

„Ich bin enttäuscht über die schlechte Besucherzahl“, sagte Bürgermeister Andreas Wießner in der jüngsten Gemeinderatssitzung, nachdem Bauamtsleiter Klaus Merz die Bilanz der ersten Schwimmbadsaison in Todtnau nach der großen Sanierung des Freibads vorgetragen hatte.

Todtnau (jä). In der Zeit vom 10. Mai bis 10. September kamen insgesamt 16 229 Besucher, im Durchschnitt 133 Personen pro Tag. Der stärkste Besuchertag sei mit 702 Badegästen der 30. Juni gewesen, so Merz. Ein Gesamtdefizit von knapp 296 000 Euro im Jahr 2019 steht einem Defizit im Jahr 2012, als das Bad zum letzten Mal geöffnet hatte, von damals knapp 117 000 Euro gegenüber. Die Einnahmen lagen im Jahr 2019 bei knapp 61 000 Euro, die Ausgaben bei rund 357 000 Euro.

Sehr gute Werte erzielte man jedoch bei den Energiekosten, die bei rund 29 000 Euro liegen. Merz hob die Eigenleistungen des Schwimmbadfördervereins hervor, der mit rund 160 Stunden die Anlagenpflege und den Badebetrieb unterstützt sowie für Bachlauf, Kinderrutsche, Stammtisch, Brücke und Boiler für die Warmdusche 28 000 Euro investiert hatte.

Der Förderverein hatte einige Vorschläge gemacht, wie die Einführung eines Abendtarifs, die Dauer der Zehnerkarte auf zwei Jahre auszudehnen, mehr Werbung zu betreiben und flexiblere Öffnungszeiten zu bieten. Da diese wiederum zu mehr Personalaufwand führen würden, wurde dies abgelehnt. Der Einführung eines Abendtarifs (ab 17 Uhr drei Euro, ermäßigt zwei Euro) stimmten die Gemeinderäte zu, auch der Verlängerung der Zehnerkarte auf zwei Jahre.

Die Zusammenarbeit mit dem Todtnauberger Bad in Bezug auf die Anerkennung der Todtnauberger Saisonkarte, die sich negativ auf den Besuch in Todtnau niedergeschlagen hat, soll überdacht werden. Hierzu würden bereits Gespräche geführt, sagte Gemeinderat Heribert Wunderle.

CDU-Fraktionssprecher Steffen Lehr betonte, dass dies die erste Saison nach 2012 sei und noch nicht repräsentativ. Der Förderverein habe viel gemacht, könnte sich jedoch personell, dort wo möglich, mehr einbringen. Er appellierte an die Todtnauer, die das Bad doch auch gerne haben wollten, Saisonkarten zu kaufen. Für ein weiteres „Miteinander“ mit dem Berger Bad sprach sich auch SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Steine-brunner aus.

Klaus Merz schlug eine Ausweitung der DLRG-Einsätze durch den Förderverein an den Wochenenden und wenn möglich auch unter der Woche vor sowie verstärkte Einsätze in der Anlagenpflege, in den Bereichen, in denen externe Kosten anfallen. Bürgermeister Wießner bedankte sich bei der Vorsitzenden des Fördervereins, Silvia Lorenz, für die Unterstützung durch den Verein.

Aufgeregte Zeiten erfordern seriöse und umfassende Informationen und deren Einordnung! Jetzt HIER anfordern.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Corona-Warn-App

Zu Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern soll die Corona-App eingeführt werden. Damit können Infektionsketten nachvollzogen werden. Würden Sie eine App nutzen?

Ergebnis anzeigen
loading