Todtnau Hotel ist wie Theater – mit wechselndem Ensemble

Ernst Asal wird am Ostermontag 90 Jahre alt. Foto: Ulrike Jäger Foto: Markgräfler Tagblatt

Todtnau-Muggenbrunn (jä). Ein Hotelier mit Leib und Seele – das ist Ernst Asal, der ehemalige Inhaber des Waldhotels am Notschrei, der am Ostermontag 90 Jahre alt wird.

Geboren in Freiburg, ging Ernst Asal in Todtnau und Schönau zur Schule, absolvierte die höhere Handelsschule und besuchte in Heidelberg die Hotelfachschule. Er erlernte seinen Beruf im väterlichen Hotel und besuchte im Zuge der Ausbildung viele internationale Hotels in Europa. Das Waldhotel am Notschrei hatte sein Großvater, der Todtnauer Metzgermeister Asal Ende des neunzehnten Jahrhunderts erbaut, und Ernst Asal führte das Haus dann in dritter Generation bis zur Übernahme durch das Team Albiez im Jahr 2004. Der Jubilar liebte seinen Beruf, was seine Gäste stets spürten und zu schätzen wussten.

Doch neben der Arbeit im Hotel blieb auch Zeit für die Hobbys. Über 50 Jahre lang und bis vor kurzem Jadpächter war Ernst Asal, und er liebte das Skifahren. Hierbei lernte er auch seine Frau Trudel kennen, die ihn im Hotel unterstützte. Die beiden heirateten in Frankreich, im Burgund in Savigny-lès-Beaune, denn zu Frankreich bestand immer eine besondere Beziehung. Die Franzosen waren in Muggenbrunn sehr präsent, zum Teil hatte das Hotel ausschließlich französische Gäste.

Ein Hotel sei wie Theater nur mit wechselndem Ensemble, sagt Ernst Asal, der viele Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in seinem Haus begrüßen durfte, schmunzelnd. Dass Ernst Asal so rüstig und gesund ist, liegt wohl auch an der ständigen Bewegung an der frischen Luft, denn er wandert nach wie vor gerne und macht große Touren zum Wiedener Eck oder auf den Belchen.

Zusammen mit Franz Bernauer, dem Inhaber der Muggenbrunner Skischule, hatte Ernst Asal einst als Skisportpionier die Skilifte in Muggenbrunn und Fahl errichtet, doch heute werden die Bretter nicht mehr angeschnallt. In den Kriegsjahren habe er einmal großes Glück gehabt, als er mit 16 Jahren kurzfristig in eine andere Einheit versetzt wurde, und die Kameraden der ursprünglichen Einheit kurz darauf alle bei einem Unglück starben. „Mein Schutzengel hatte ziemlich viel zu tun“, erinnert sich Ernst Asal lächelnd.

Seinen Geburtstag wird der Jubilar mit Familie und Freunden feiern, in „seinem“ geliebten Waldhotel am Notschrei.

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