Todtnau Konzept überzeugt die Jury

Markgräfler Tagblatt
Konrektorin Claudia Hierholzer, Rektorin Stefanie Waldvogel und Nicole Robold mit dem Boris-Siegel im Foyer der Silberbergschule (von links). Foto: Ulrike Jäger

Die Vorbereitung aufs Berufsleben wird an der Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental groß geschrieben. Und so verwundert es kaum, dass sich die Schule ein weiteres Mal für das sogenannte Boris-Berufswahl-Siegel qualifiziert hat.

Von Ulrike Jäger

Todtnau. Dieses Zertifikat wird von der Gesellschaft verliehen, die sich zusammensetzt aus dem Baden-Württembergischen Handwerkstag, dem Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag und dem Verband Unternehmer Baden-Württemberg (UBW). Die Gesellschafter stellen auch das Jurorenteam, das über die Verleihung des Siegels entscheidet.

Die zur Teilnahme ausgewählten Schulen werden vor Ort von den einzelnen Jurorenteams besucht, dabei werden sowohl Schüler verschiedener Klassenstufen als auch das Lehrpersonal und die Schulleitung zu den einzelnen Bereichen des Kriterienkatalogs befragt. Zudem werden eine Schulbesichtigung sowie eine Analyse der durch die Schule zur Verfügung gestellten Dokumente mit Bezug zur Berufs- und Studienorientierung (zum Beispiel Schulkonzept mit Leitbild, schulinterne Evaluationen, Listen mit Kooperationspartnern, Fortbildungs- und Bildungspläne, Unterrichtsmaterialien, Praktikumsberichte) durchgeführt.

Die Beauftragten für die Berufsorientierung an der Todtnauer Gemeinschaftsschule, Nicole Robold und Silvia Laaß, freuen sich, dass sie mit ihrem Konzept die Jury überzeugen konnten.

Das „BoriS-Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg“ ist ein Zertifizierungsverfahren für Schulen, die im Themenbereich Berufsorientierung über die geforderten Standards in den Bildungsplänen und Verwaltungsvorschriften hinausgehen.

Neu in Todtnau war unter anderem der Themenbereich „Verantwortung“ in Klasse 7; hier gilt es, sich im sozialen Bereich zu engagieren. So ist hier das Alten- und Pflegeheim Todtnau mit im Boot, auch in der Grundschule oder beim Tierarzt können jeweils Erfahrungen gesammelt werden, ebenso als Sanitätshelfer und Buscoach. Alle 260 Schüler der Klassen 5 bis 10 müssen verpflichtend an diesem Projekt teilnehmen und erhalten zum Abschluss eine Mappe, in der alle Urkunden und Zertifikate, die während der Praktika gesammelt wurden, aufgeführt sind. Die Schüler lernen zudem, wie man Bewerbungen schreibt und suchen sich ihre Betriebe dann selber aus.

„Jeder soll einen Ausbildungsplatz bekommen“, betont Nicole Robold und ergänzt: „Das Projekt bringt wirklich etwas.“ Auch berichten Eltern in der Schule über ihre Berufe oder ehemalige Schüler erzählen von ihren Erfahrungen. Neu sei auch das sogenannte „Speed-Dating“, bei dem Achtklässler die Schüler der siebten Klasse über die verschiedenen Themen aufklären.

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