Todtnau „Kultur des Zusammenwirkens“

Freuen sich auf den gemeinsamen Aktionstag beim Dorfgasthaus „Rössle“ in Geschwend: Genossenschaftsvorstand Ewald Dießlin, Rosi Maier vom Kulturverein, Jutta Strohmaier vom Service-Team, Ortsvorsteher Alfred Zielinski und Genossenschaftsvorstand Daniel Steiger (von links). Foto: Peter Schwendele Foto: Markgräfler Tagblatt

Das Geschwender Dorfgasthaus „dasrössle“ will mit dem Rückenwind seiner erfolgreichen Geschichte einen Trend umkehren: Die Vereine und die Dorfgemeinschaft in Geschwend sollen wieder mehr an einem Strang ziehen. Als Einstieg dient der „Tag des offenen Denkmals“ am 11. September, der gemeinsam im und um das „Rössle“ gestaltet werden soll. Von Peter Schwendele Todtnau-Geschwend. Daniel Steiger und Ewald Dießlin von der Genossenschaft erläuterten bei einem Pressegespräch die Idee des Projekts. Man habe eine tolle Anlage und ein gutes Gasthaus, und das Ganze könne in der Zukunft durchaus auch als Kulisse für gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen dienen, sagte Daniel Steiger. Bei der Auftaktveranstaltung am 11. September werden alle Vereine im Dorf – der Musikverein, die Sportfreunde, die Rabefelseschlurbi, der Kirchenchor und der Kulturverein „das rössle“ – sowie der Ortschaftsrat mitmachen. Der Tag steht unter dem globalen Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ und wird in Geschwend um den Slogan „Gemeinsam Zukunft gestalten, gemeinsam für unser Dorf“ ergänzt. Das grundsätzliche Interesse im Dorf, zusammen Aktionen auf die Beine zu stellen und sich gegenseitig zu helfen sei jetzt da, nachdem der Trend in den vergangenen Jahren mehr dahin gegangen sei, dass jeder „sein eigenes Ding“ macht, so Steiger. In den vorbereitenden Sitzungen habe eine ähnliche Stimmung geherrscht wie vor sechs Jahren, als die Erfolgsgeschichte des „Rössle“ ihren Anfang genommen hatte: „Zwar eine gewisse Skepsis, aber auch große Neugier“, erinnert sich Daniel Steiger. Und Ewald Dießlin ergänzt: „Das Ziel ist die gegenseitige Unterstützung im Dorf, wir wollen eine Kultur des Zusammenwirkens erreichen.“ Auch Ortsvorsteher Alfred Zielinski steht hinter der Idee, denn es werde immer schwieriger für Vereine, selbstständig Veranstaltungen zu stemmen. Ideal sei für die Zukunft ein Mix zwischen eigenen Anlässen und gemeinsamen Aktionen. Am „Tag des offenen Denkmals“ soll den Besuchern beim „Rössle“ ein vielfältiges Programm mit Führungen, Vorträgen und Kulturbeiträgen geboten werden. Auch an Vorführungen von altem Handwerk und einen kleinen lokalen Markt von Produzenten aus dem Dorf ist gedacht. In dem Gesamtgefüge soll jeder Verein einen eigenen Part übernehmen, der erwirtschaftete Betrag wird im Anschluss geteilt. Die erste Aktion soll nach den Vorstellungen der „Rössle“-Macher der Grundstein sein für eine fruchtbare Zukunft. Das Dorfgasthaus biete eine ideale Plattform zum Mitmachen, die Vereine könnten die vorhandene Infrastruktur nutzen und „bespielen“, und so könnten zahlreiche Synergien in die Wege geleitet werden. Mit Ideenwerkstätten soll zutage gefördert werden, was in Geschwend benötigt wird und was machbar ist.

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