Todtnau „Schauplatz Silber“ ist geplant

Nun auch offizielle Ortsvorsteherin von Todtnauberg: Franziska Brünner, hier mit Sabine Steine-brunner, stellvertretende Bürgermeisterin (rechts). Foto: Ulrike Jäger Foto: Markgräfler Tagblatt

Weil Bürgermeister Andreas Wießner krankheitsbedingt fehlte, leitete Stellvertreterin Sabine Steinebrunner die Todtnauer Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend.

Von Ulrike Jäger

Todtnau. Sie fühle sich geehrt, sagte Sabine Steinebrunner und hatte dann eine ganz offizielle Amtshandlung mit Tragen der Amtskette vorzunehmen, denn Franziska Brünner wurde an diesem Abend als Ortsvorsteherin von Todtnauberg vereidigt. Auch der Gemeinderat hatte sie zuvor einstimmig (bei einer Enthaltung) gewählt, wie zuvor bereits der Todtnauberger Ortschaftsrat (wir berichteten).Heribert Wunderle wurde an diesem Abend zu ihrem Stellvertreter gewählt, und Sabine Steinebrunner dankte ihm für die vergangenen fünf Jahre, in denen er sich als Ortsvorsteher für die Belange von Todtnauberg eingesetzt hat. Applaus gab es dafür auch vom gesamten Gremium. Einer, der sich auch ganz besonders für seinen Ort einsetzt, ist Fredi Boch. Der Hotelier und Vorsitzende des Vereins „Liebenswertes Todtnauberg“ informierte den Gemeinderat an diesem Abend über das nächste Projekt des Vereins. Ein „Schauplatz Silber“ auf der Grundlage des Tourismusprojekts von Professor Ralf Roth (Stichwort Bergwelt Todtnau 2022) soll in Todtnauberg entstehen. Eine historische Aufarbeitung für alle Altersgruppen mit spielerischen Elementen und geschichtlicher Aufklärung über den Silberbergbau und seine Bedeutung für Todtnau.

Beginnen soll der Weg am Informationspavillon bei der Feuerwehr am Ortseingang. Er führt weiter durch die Allee vorbei am (städtischen) Spielplatz, der in diesem Zuge vom Verein neu als Wasserspielplatz errichtet werden würde, Richtung Lourdes-Grotte, dann hinunter zu den zwei alten Stolleneingängen und zurück über die alte Allee.

Leader-Antrag muss bis September vorliegen

Man sei im Gespräch mit zwei Projektentwicklern mit großer Erfahrung, die die Planung und Beauftragungen übernehmen würden, informierte Boch.

Der Antrag für einen Leader-Zuschuss müsste bis September gestellt werden, wenn der Gemeinderat das Projekt befürwortet, würde auch die Bevölkerung in einem Informationsabend mit einbezogen, sagte er. Der Kostenrahmen liege bei 200 000 Euro. 60 Prozent Zuschuss seien hier zu erwarten, den Rest würde der Verein in zwei Tranchen und eventuell zwischenfinanziert tragen.

Auch wenn Sven Behringer (CDU) die Vorstellung zu kurzfristig kam und Pit Steinebrunner (SPD) meinte, laut Professor Roth sollte es eigentlich keine „Themenwege“ mehr geben, befürwortete Gerhard Michler, Fraktionssprecher der Freien Wähler, das Projekt. Die Konzeption sei sehr gut und dies für ganz Todtnau.

CDU: Gäste muss etwas geboten werden

Heribert Wundele (CDU) betonte, dass dies ein wichtiges Projekt sei, dass eine gute Infrastruktur in dieser Richtung fehle, und dass Gästen etwas geboten werden müsste. Außerdem passe das Thema zu allen Ortsteilen.

Bernd Schneider (CDU) erklärte, dass dies eigentlich Aufgabe der Stadt sei, die von diesem Schauplatz profitieren würde und auch keinerlei Kosten zu tragen hätte. Er finde es toll, wie sich Fredi Boch hier einsetzt. „Eigentlich können wir alle nur gewinnen“, sagte er. Sabine Steinebrunner hob ebenfalls lobend hervor, wie sich Fredi Boch für die Bergwelt einsetze. Hauptamtsleiter Hugo Keller informierte, dass für das Projekt kein Gemeinderatsbeschluss nötig sei. Es ginge zum Teil zwar um städtische Grundstücke, doch sollen hier nur vereinzelt Schautafeln oder Schilder aufgestellt werden. Eine Abfrage im Gremium ergab dann eine große „wohlwollende Zustimmung“ durch alle Ratsmitglieder.

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