Tunau Negatives Betriebsergebnis im Wald

Die Gemeinde Tunau rechnet damit, dass der Wald in diesem Jahr keinen Gewinn abwirft. Im Gegenteil. Es wird mit einem Defizit von 25 000 Euro gerechnet. Foto: Harald Pflüger Foto: Die Oberbadische

In der ersten Sitzung des Jahres wurde vom Gemeinderat der Bewirtschaftungsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2021 beschlossen.

Tunau. Der Forsthaushalt wird seit 2018 durch Sturmereignisse und Käferbefall massiv beeinträchtigt. Die Massenvermehrung von Borkenkäfern wird auch in diesem Jahr andauern. Vor diesem Hintergrund besteht der eingeplante Holzeinschlag von rund 1300 Festmetern weitestgehend aus zufälligen Nutzungen (Aufarbeitung von Käferholz). Mit einem relativ geringen Ansatz sollen Pflanzungen von 500 Douglasien-Wildlingen (700 Euro), Waldschutz (450 Euro) und eine Jungbestandspflege auf 0,9 Hektar Fläche (1000 Euro) durchgeführt werden.

Die geplanten Einnahmen können die Ausgaben aufgrund der aktuellen Holzmarktlage nicht decken. Es wird mit einem negativen Betriebsergebnis von 25 000 Euro gerechnet. Hinzu kommen Aufwendungen aus Service- und Steuerungsleistungen, sodass im Gemeindehaushalt ein Defizit von 44 500 Euro auszuweisen ist. Im vergangenen Jahr konnte für den Gemeindewald Tunau eine Aufarbeitungshilfe von rund 12 500 Euro abgerufen werden. Im Rahmen des Corona-Konjunkturpaketes wurde darüber hinaus eine Nachhaltigkeitsprämie Wald in Höhe von 20 730 Euro beantragt.

Berichtet wurde in der Sitzung, dass das Umweltministerium Baden-Württemberg die Festlegung von Radonvorsorgegebieten plant, wovon auch die Gemeinde Tunau betroffen ist. In diesen Gebieten sind Arbeitgeber verpflichtet, Radon an Arbeitsplätzen in Keller- und Erdgeschossen zu messen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Rahmen von Online-Informationsveranstaltungen wird der Öffentlichkeit Gelegenheit gegeben, sich hierüber zu informieren. Stellungnahmen können dann bis zum 16. Februar an das Umweltministerium gerichtet werden.

Abschließend wurde ein Rückblick auf das vergangene Jahr 2020 gegeben, welches nicht nur durch die Corona-Pandemie bestimmt wurde. So traf sich der Gemeinderat zu neun Präsenzsitzungen. Eine Gemeinderatssitzung fand pandemiebedingt im Umlaufverfahren statt. Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses konnte weitestgehend abgeschlossen und mit einem Gesamtkostenaufwand von rund 469 000 Euro abgerechnet werden. Dies bedeutet gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung von 401 000 Euro eine Kostensteigerung um 16,76 Prozent.

Hierzu ist allerdings zu erwähnen, dass zusätzliche Arbeiten ausgeführt wurden. So musste unter anderem eine alte Klärgrube abgespitzt und verfüllt werden. Gleichzeitig erfolgte der ursprünglich nicht vorgesehene Komplettausbau der Damenumkleide, der Damentoilette, des barrierefreien WCs und die Anbindung an den Gemeindesaal.

An der Verbindungsstraße nach Michelrütte wurden Schutzplanken mit einem Kostenaufwand von über 30 000 Euro installiert.

Die Arbeiten zur Breitbandversorgung und die Wasserleitung zwischen Tunau und Bischmatt wurden abgeschlossen. Der Einzug der Glasfaserkabel soll bis Mitte des Jahres durchgeführt werden.

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