Unfälle Doppeldeckerbus bleibt unter Brücke stecken - drei Verletzte

dpa
Der Doppeldeckerbus der Linie 282 steht zerstört unter einer Brücke an der Bergstraße in Berlin-Steglitz. Foto: Paul Zinken/dpa

Berlin - Ein Doppeldecker-Linienbus ist in Berlin gegen eine Brücke an einer Unterführung geprallt. Drei Insassen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Laut Polizei prallte der Bus der Linie 282 bei dem Versuch, die Unterführung zu durchfahren, gegen die Brücke. Sein Oberdeck wurde dabei schwer beschädigt. Eigentlich fährt diese Buslinie nicht dort entlang. Zwei Männer im Alter von 31 und 75 Jahren wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, so die Polizei. Ein weiterer Mann wurde bei dem Unglück am späten Donnerstagabend leicht verletzt und ambulant behandelt.

Nicht auf der regulären Route unterwegs

Der von einem 57-jährigen Fahrer gesteuerte Bus war nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe nicht auf seiner regulären Route unterwegs. Warum das so war, muss noch geklärt werden. Neben dem Fahrer befanden sich sechs Fahrgäste im Bus.

Der Unfall passierte den Angaben zufolge kurz vor 22.00 Uhr in einer Unterführung in Berlin-Steglitz, über der sich die Stadtautobahn A103 und eine S-Bahn-Strecke befinden. Der Bus fuhr dort gegen die Bahn-Brücke, obwohl laut Polizei ein Warnschild die Durchfahrt für Doppeldecker ausdrücklich untersagte. Das Oberdeck des Busses, das mit einem Querträger der Brücke kollidierte, wurde im vorderen Teil aufgerissen und zusammengequetscht. Auf Fotos waren schwere Schäden an dem Deck zu sehen, die bis in die Mitte des Busses reichten.

Ungeklärt ist noch, warum der Bus auf dieser Strecke unterwegs war und die Unterführung trotz Verbots befuhr. Außer der Polizei leiteten auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) eine Untersuchung zu dem Vorfall ein. An der Unfallstelle gab es nach den Worten eines BVG-Sprechers schon einmal ein ähnliches Vorkommnis. "Die Brücke ist aufgrund der niedrigen Durchfahrtshöhe selbstverständlich für unsere Doppeldecker gesperrt", sagte er. Ein Schild weise vor Ort darauf hin.

Die BVG schätzte den entstandenen Schaden am Bus als enorm ein. Nach der Bergung konnte er demnach noch mit eigener Kraft zum Betriebshof gefahren werden. Laut Polizei prüften Statiker die Brücke mit dem Ergebnis, dass an dem Bauwerk keine schweren Schäden entstanden seien.

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