Unicef Christine Langen mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

Bernhard Konrad
Georg Graf Waldersee, Christine Langen, Marion Gentges und Jörg Lutz (v.l.) bei der Feierstunde im Rathaus Foto: Bernhard Konrad

Marion Gentges, Landes-Ministerin für Justiz und Migration, überreichte ihr die Auszeichnung im Rathaus. Gäste vom Kleinkind bis zum Senior kamen zur Feier ins Rathaus.

Schon allein die Vielzahl der Gäste vermittelte einen Eindruck vom Facettenreichtum und der Wirksamkeit ihres Schaffens: Menschen vom Kleinkind bis zum Senior, aus Politik, Verwaltung, Kirche, sozialen Einrichtungen, Hilfsorganisationen und Medien, „Ehemalige“ und Aktive von Unicef: Sie alle kamen, um Christine Langen am Tag dieser Auszeichnung ihre Wertschätzung zu zeigen.

Das Engagement

Langen hat sich über ihr Engagement bei Unicef Deutschland und den Einsatz für Kinderrechte besondere Verdienste erworben. So hat sie im Jahr 2007 die Leitung der Unicef-Arbeitsgruppe übernommen und zeitgleich die Unicef-Jugendgruppe gegründet. Auch in der Gremienarbeit von Unicef engagiert sich Langen. Seit 2010 ist sie Mitglied im Deutschen Komitee für Unicef. Darüber hinaus war sie unter anderem auch Sprecherin des Beirats von Unicef Deutschland und Mitglied im geschäftsführenden Vorstand von Unicef Deutschland, informiert die Stadt.

Die Aktionen von Christine Langen sind zahlreich: Kinder-Kochbücher, Kinderrechte-Kalender, Benefizkonzerte, Artikel von Kindern in Zeitungen, der Lörracher Menschenrechts- und Kinderrechtsweg, Gedenk- und Andachtstafeln und etliches mehr.

Die Auszeichnungen

Christine Langen wurde im Jahr 2020, stellvertretend für die Unicef-Juniorbotschafter, bereits mit der Lisa-Rees-Medaille für herausragendes ehrenamtliches Engagement der Stadt ausgezeichnet. Auch von Unicef selbst wurden die Aktivitäten der Lörracher Gruppe – unter anderem in Zusammenarbeit mit unserer Zeitung – mit einem Preis gewürdigt.

Die Ministerin

Langen habe ihr Wirken in herausragender Weise in den Dienst der Gesellschaft gestellt, sagte die Ministerin. In ihrer Arbeit sei stets das „Wir“ entscheidend, nicht das „Ich“. Sie habe sich dabei insbesondere denen zugewandt, die sich am wenigsten selbst helfen können – und doch unsere Zukunft sind: Kindern. „Dieses Engagement stärkt letztlich auch die Demokratie“, betonte Gentges aus Anlass dieser Würdigung, die von Nathan Langen und Lucas Linh eindrucksvoll musikalisch begleitet wurde.

Der Unicef-Vorsitzende

Georg Graf Waldersee, Vorstandsvorsitzender von Unicef Deutschland, hatte die Ehrung Langens angeregt und war zur Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland nach Lörrach gereist.

„Für jedes Kind eine Chance“: Diesen Leitsatz von Unicef habe Christine Langen immer mit Überzeugung und besonderer Glaubwürdigkeit verkörpert. Die Gründung der Juniorteams habe von Lörrach aus bundesweit Kreise gezogen und wichtige Impulse für die Jugendarbeit von Unicef geleistet, sagte Graf Waldersee im Foyer des Rathauses.

Der Oberbürgermeister

Lörrachs Oberbürgermeister Jörg Lutz hatte zum Auftakt die Hartnäckigkeit und Begeisterungsfähigkeit Christine Langens ins Zentrum seines Grußworts gestellt.

Dank dieser beiden Eigenschaften habe sie nicht nur viel erreicht, sondern auch viele Mitstreiter gewonnen, sagte Lutz.

Die Geehrte

Die Geehrte dankte Rednern, Gästen und Mitstreitern und bekräftigte die Bedeutung der Kinderrechte: Diese, so Langen, seien Menschenrechte und „eine Pflichtaufgabe der gesamten Menschheit“, unabhängig von Religion und Staatsform.

Dankbarkeit sei eine Grundstimmung ihres Lebens – und ebenso dankbar wie für die Auszeichnung zeigte sie sich über weitere Geschenke: etwa ein kleines Bäumchen – überreicht von ihrer Schwester – und eine von Unicef-Kindern eigens für sie gebastelte Krone, die sich sogleich mit Freude aufsetzte.

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