Unternehmertreffen in Rheinfelden Infos und gute Ratschläge

Heinz Vollmar
Zahlreiche Politiker und Vertreter der Wirtschaft nahmen am Unternehmertreff der Wirtschaftsregion Südwest bei der Firma Naturenergie in Rheinfelden teil. Foto: Heinz Vollmar

Unternehmen, Institutionen und Organisationen untereinander zu vernetzen und Plattformen für konstruktiven Austausch zu bieten ist ein großes Anliegen der Wirtschaftsregion Südwest.

Vor diesem Hintergrund fand am Dienstagabend der Unternehmertreff mit Beratungsangeboten für Unternehmen aus der Region Rheinfelden, Grenzach-Wyhlen und Schwörstadt statt. Gastgeber war die Firma Naturenergie Hochrhein (ehemals Energiedienst), die das Treffen vorbereitet hatte und sich dort auch selbst präsentierte.

Viele Beratungsangebote

Im Mittelpunkt des Unternehmertreffs standen umfangreiche Beratungsangebote im Rahmen von Impulsvorträgen wie des als „RegioWIN“ prämierten Leuchtturmprojekts „Zukunft.Raum.Schwarzwald“, das sich für die Steigerung der Innovationsfähigkeit und der Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen einsetzt.

Vorgestellt wurde das Gemeinschaftsprojekt, dem auch die Wirtschaftsregion Südwest angehört, von Community-Managerin Simone Dirschka. Sie stellte die Vernetzung, den Transfer von Wissen, die Beratung sowie die Entstehung von Zukunftsräumen in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen.

Über die Möglichkeiten, unternehmerische Ressourcen einzusparen und einen damit einhergehenden Ressourceneffizienz-Check, referierte Michael Heim, Effizienzberater der Energieagentur Südwest. Er musste sich dabei wie alle übrigen Referenten einem Acht-Minuten-Takt unterwerfen, bevor die Uhr ablief und mit Beifallsbekundungen des Publikums das Ende des Impulsreferats besiegelt wurde. Allein dieses Format machte den Unternehmertreff kurzweilig und spannend, wie aus Gästemund zu hören war.

Beschäftigte weiterbilden

Über das Thema „Beschäftigte zukunftssicher weiterbilden“ berichtete Martina Groß vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Lörrach unter dem Stichwort „Diamant im Unternehmen“ und zeigte zahlreiche Fördermöglichkeiten. Gleichzeitig wies sie auf rechtliche Änderungen ab April dieses Jahres hin.

Wie man gemeinsam Fachkräfte gewinnen und auch binden kann, zeigte darüber hinaus Andrea Flum, Projektleitern Marketing und Kommunikation der Wirtschaftsregion Südwest, auf, während Benedikt Kißlinger, Abteilungsdirektor Firmenkundenberatung der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, über „Unternehmensnachfolge mit System“ referierte.

Das Sammelsurium öffentlicher Förderprogramme mit dem Fokus auf Innovation und Digitalisierung skizzierte Alexander Vatovac von der IHK Hochrhein-Bodensee. Er machte den anwesenden Unternehmern Mut, die eine oder andere Förderoption ins Auge zu fassen. Für Verwunderung sorgte dabei die Tatsache, dass bislang nur wenige Unternehmer das breit angelegte Angebot an Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen habe. Über die Gründe könne man nur spekulieren. Oftmals wird jedoch auf die Komplexität, ein Zuviel und das Zurechtfinden im Förderdschungel als Hindernisgrund angegeben.

Grüße aus der Politik

Grußworte richtete Oberbürgermeister Klaus Eberhardt an den Unternehmertreff, so auch im Namen seiner ebenfalls unter den Gästen weilenden Amtskollegen Christine Trautwein-Domschat (Schwörstadt) und Tobias Benz aus Grenzach-Wyhlen. Gleichzeitig forderte er die anwesenden Unternehmer dazu auf, „etwas zu unternehmen“, und sprach sich für weitere Gewerbeansiedlungen in Rheinfelden aus.

Jörg Reichert, Vorstand der Naturenergie Hochrhein AG, stellte derweil die Herausforderungen der Energiewende in den Mittelpunkt seines Vortrags, die er in Bezug auf die Kosten bis zum Jahr 2030 mit rund 1000 Milliarden Euro bezifferte. Als Brennstoff für die Energiewende bezeichnete er in diesem Zusammenhang das Kapital.

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