US-Autoriese in Detroit US-Autogewerkschaft UAW will General Motors bestreiken

Vor der Firmenzentrale des Autoherstellers General Motors (GM) in Detroit weht die Fahne der USA. Foto: Uli Deck Foto: dpa

Detroit - Die US-Autogewerkschaft United Auto Workers (UAW) will den Autoriesen General Motors (GM) zum ersten Mal seit zwölf Jahren bestreiken.

Von Mitternacht (Ortszeit) an sollen die Bänder in mehreren Werken in den USA zum Stillstand gebracht werden, wie die Gewerkschaft am Sonntag mitteilte. Die letzte Vereinbarung mit dem Unternehmen über die Arbeitsbedingungen und Löhne aus dem Jahr 2015 lief demnach am Samstag aus, die UAW wollte sie nicht verlängern.

Die Arbeitnehmer fordern nun faire Gehälter, bezahlbare Gesundheitsversorgung, eine Beteiligung an den Gewinnen sowie Beschäftigungssicherung und ein Regelwerk für die Übernahme von Leiharbeitern.

"Wir haben zu General Motors gehalten, als uns das Unternehmen am meisten gebraucht hat", sagte Gewerkschaftsvize Terry Ditties. GM betonte, man habe der Gewerkschaft mehr als sieben Milliarden US-Dollar an Investitionen angeboten und darüber hinaus Lohnsteigerungen für jedes der kommenden vier Jahre. Daher sei es "enttäuschend", dass sich die Gewerkschaftsführung für Streik entschieden habe.

Die UAW wird von einem Korruptionsskandal um ihren Präsidenten Gary Jones durchgeschüttelt, der aber weiter im Amt ist. Sollte die Gewerkschaft mit GM zu einer Einigung kommen, könnte das auch für Verhandlungen mit den anderen beiden US-Autokonzernen der sogenannten "Big Three" ("Große Drei"), Ford und Fiat Chrysler, Auswirkungen haben.

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