Utzenfeld Am werbefinanzierten „Defi“ scheiden sich die Geister

Das Thema Motorradlärm beschäftigte am Donnerstagabend den Utzenfelder Gemeinderat. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Einstimmig votierte der Gemeinderat Utzenfeld in seiner Sitzung am Donnerstagabend für den Beitritt der Gemeinde zur „Initiative Motorradlärm“.

Utzenfeld (hjh). Die „Initiative Motorradlärm“, der auch der Landkreis Lörrach sowie im Umkreis die Gemeinden Feldberg, Blumberg, Bärental, Dachsberg, St. Blasien, Todtmoos und Todtnau angehören, wird von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann nachhaltig unterstützt.

Nicht ganz so einmütig zeigte sich das Gremium, als Bürgermeister Harald Lais Möglichkeiten zur Installation eines lebensrettenden Defibrillators in seiner Gemeinde in Aussicht stellte. Die örtlichen Vereine hätten dafür bereits 800 Euro angespart. Aber auf seinem Tisch sei auch das Angebot der Initiative „Stopp dem Herztod“ gelandet, die das Gerät samt Anleitungen und der notwendigen Schulungen gratis anbiete.

Allerdings werde diese großzügige Geste über Werbung finanziert. Und deshalb habe vor Jahren schon der Gemeinderat Schönau diese scheinbar großzügige Aktion abgelehnt. „Es wurde nämlich festgestellt, dass die Werbeeinnahmen die Unkosten um ein ordentliches Sümmchen übersteigen“, gab der bei der Sitzung anwesende Schönauer Bürgermeister und Verwaltungsverbandsvorsitzende Peter Schelshorn zu bedenken.

Unter den Zuhörern schien sich die Meinung durchzusetzen, dass die Bedenken keinesfalls den Vorteil, kostenlos an ein solch wertvolles „Geschenk“ zu kommen, aufwiegen. Und Harald Lais versprach wohl auch deshalb, das Projekt von beiden Seiten zu beleuchten und bei einer der nächsten Sitzungen einen Kostenvergleich zu präsentieren.

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