Utzenfeld Erster Kandidat: Hartmut Schwäbl

Kandidiert bei der Bürgermeisterwahl in Utzenfeld: Hartmut Schwäbl . Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Hartmut Schwäbl hält Wort: Wie bereits im Herbst angekündigt, tritt der Grüne-Gemeinderat bei der Bürgermeisterwahl an. Er reichte seine Unterlagen schon am Samstag, dem Starttermin der offiziellen Bewerbungsfrist, im Rathaus ein.

Utzenfeld . „Er ist der erste und bislang der einzige“, bestätigte Harald Lais, Vorsitzender des Wahlausschusses, der als Amtsinhaber nicht mehr antritt, gestern auf Nachfrage die Kandidatur von Schwäbl.

„Der Draht zur Bevölkerung ist mir besonders wichtig“, betont der Kandidat. Regelmäßige Einwohnerversammlungen sollen nach seinen Worten zum einen dazu beitragen, die Anregungen, Wünsche und Sorgen aller Generationen wahrzunehmen, zum anderen die Arbeitsergebnisse von Gemeinderat und Bürgermeister zu präsentieren, um so Transparenz und Wertschätzung zu schaffen.

Dieser von ihm im Gemeinderat angeregte Weg habe pandemiebedingt leider einen Aufschub erfahren. Eine für April 2020 geplante Einwohnerversammlung konnte deshalb bislang nicht stattfinden.

Die Krise und deren Auswirkungen machten jedes politische Amt zu einer Herausforderung. Gerade jetzt Verantwortung übernehmen zu wollen, empfinde er zugleich als „reizvolle Aufgabe“. Durch die Krise seien aber auch Chancen entstanden. Die Bedeutung der guten Dorfgemeinschaft des vielfältigen ehrenamtlichen Engagements von Vereinen und Privatpersonen sei vielen schon jetzt noch bewusster geworden. Zugleich erlebe die Digitalisierung mit dort entstehenden Arbeitsplätzen einen mächtigen Schub, von dem auch die Gemeinde profitieren werde, so Schwäbl.

Dass Utzenfeld trotz der Pandemiekrise erfreulich solide dastehe, sei für ihn sowohl Maßstab als auch Ziel für die Zukunft, was intelligentes Handeln im Bereich der Fördertöpfe miteinschließe, so Schwäbl. Solide Finanzen sollten nicht im Widerspruch zu Innovation, Gestaltung und Erhalt von Bestehendem stehen.

Investitionen in den Klimaschutz wolle er zur Wahrung des Wohlstands in der Gemeinde voranbringen. Damit wolle er nicht nur einen Beitrag leisten gegen die Kosten infolge von Klimaschäden am Gemeindewald, sondern auch das Handwerk unterstützen und die Vorbildfunktion der Gemeinde wahren.

Er habe großen Respekt vor denen, die das Bürgermeisteramt vor ihm innehatten, so der Kandidat der Grünen. Er wolle aber das Rad nicht neu erfinden, sondern gemeinsam mit dem Gemeinderat Gutes weiterzuentwickeln. Dies sei „zentraler Auftrag“ eines Bürgermeisters.

Er kandidiere offiziell als Grüner, der zugleich für ausgewogene demokratische Entscheidungsfindung, faire Diskussion und gute Kompromisse stehe. „Ich möchte Bürgermeister für alle Utzenfelderinnen und Utzenfelder werden“, so Schwäbl.

Der 51-Jährige ist als naturwissenschaftlicher Lehrer an der Montfort-Realschule in Zell beschäftigt und engagiere sich an verschiedenen Schulen mit Robotik-AGs. Neben meiner parteipolitischen Tätigkeit ist er in der Narrenzunft aktiv und Passivmitglied im Musikverein Utzenfeld und dem Bergmannsverein Finstergrund.

Weitere Informationen: Die Bürgermeisterwahl in Utzenfeld findet am Sonntag, 18. April. statt. Die Bewerbungsfrist für Kandidaten endet am Montag, 22. März, um 18 Uhr. Die Amtszeit des neuen Bürgermeisters beginnt am 1. Juli.

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