Utzenfeld Nicht gegen, sondern mit der Natur

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Utzenfeld/Wieden (hjh). „Ich hoffe auf weiterhin gute Zusammenarbeit. Was ich bisher erlebt habe, stimmt mich positiv“, beurteilte Utzenfelds Bürgermeister Martin Wietzel den Wechsel im Bereich Forst, der Anfang Juli über die Bühne gegangen war. Matthias Schmiederer hat den Forstbezirk Wieden / Utzenfeld übernommen. Wietzel setzt auf die sich bereits andeutende „gute Zusammenarbeit“ mit dem Forstmann, der in seiner Antrittsrede vor dem Gemeinderat am Mittwoch keine Zweifel daran ließ, dass er nicht nur mit den Gemeindevertretern, sondern auch mit den Landwirten und den Jägern gute und fruchtbare Gespräche anstrebe, um nicht – wie früher mehr oder weniger üblich – „gegen die Natur, sondern mit ihr zusammen zu arbeiten“.

Er freue sich, dass er hier sein darf, versicherte Schmiederer der Runde und betonte, dass er nach Erfahrungen in den Wäldern von Wembach und Fröhnd durchaus vorhabe, seinem neuen Forstbezirk langfristig erhalten zu bleiben. „Wir leben in Wembach. Wir fühlen uns dort sehr wohl. Und meine Freundin arbeitet noch einige Jahre in Basel“, sagte der Förster aus dem Ortenaukreis, dessen Großeltern einen 70 Hektar großen Wald bewirtschafteten und dessen Vater ebenfalls Förster war.

Klimawandel als größte Herausfordeung

Als eine der größten Aufgaben sehe er es, dem Klimawandel zu begegnen, unter dem die Wälder zunehmend leiden. Er glaube, dass Mischwälder eine durchaus zukunftsträchtige Antwort auf die Probleme dieser Zeit sein könnten. Und er sei davon überzeugt, diesen Problemen mit einer gesunden Mischung aus alten, mittelalten und jungen Bäumen begegnen zu können. Dabei setze er auf zielführende Gespräche mit allen Beteiligten. Und was er darunter verstehen könnte, konnten die Gemeinderäte und Bürgermeister Wietzel seiner Stellungnahme entnehmen: „Nicht in Stuttgart oder im Lörracher Landratsamt sitzen die Eigentümer der Wälder hier. Ihnen, den Gemeinden, den Landwirten, den Menschen, die darin Erholung suchen, gehören sie. Und denen fühle ich mich bei meiner Tätigkeit denn auch in erster Linie verpflichtet. Kommen Sie also zu mir, wenn Sie Probleme haben. Wir werden versuchen, sie gemeinsam zu lösen.“

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