Utzenfeld Suche nach Notfalltreffpunkten

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Das neue Feuerwehrgerätehaus sei nur bedingt als Notfalltreffpunkt nutzbar. Foto: Verena Wehrle

Die Gemeinde Utzenfeld lud kürzlich zur Bürgerversammlung ein, zu der rund 65 Bürger kamen. Bürgermeister Martin Wietzel freute sich über die hohe Beteiligung.

Utzenfeld. Andreas Tröndle, stellvertretender Sachgebietsleiter für Wasser und Abwasser, Oberflächengewässer und Hochwasserschutz im Landratsamt, berichtete zum Thema Hochwasser in und um den Ort und von geschichtlichen Hochwasserereignissen der großen Wiese. Er wies auf die Hochwasserkarten hin, die im Internet für jeden aufrufbar sind. Eine gründliche Vorsorge und das Wissen um die Gefahren seien der beste Weg, um sich und seinen Besitz zu schützen, so Tröndle.

Photovoltaik

Bürgermeister Wietzel informierte zur Wärmeverbundplanung, bei welcher die Nutzung der potenziellen Flächen für Photovoltaikanlagen noch nicht ausreichend belegt sind. Derzeit sind laut Wietzel nicht nur in Utzenfeld zu wenig Photovoltaikanlagen installiert, sondern im gesamten Landkreis. Zur Nutzung von potenziellen Flächen für Photovoltaikanlagen informierte Frau Dittrich von der EWS. Sie berichtete, wie Anlagen aufgebaut sind, und welche Entgelte für eingespeiste Photovoltaikenergie bezahlt werden.

Strom und Gas

Zur Versorgungssicherheit von Gas und Strom informierte Martin Halm von der EWS. Die Versorgung sehe derzeit gut aus, da die Gasspeicher annähernd voll sind und sich auch das Klima derzeit noch unterstützend mild darstellt. Das Obere Wiesental liegt versorgungstechnisch am Ende der Leitung. Sobald zu wenig Gas zur Verfügung steht, werde auch dort nichts mehr ankommen. Ein „Black Out“ sei weniger zu befürchten, sondern eher ein „Brown Out“, so Halm. Dabei handelt es sich um ein kontrolliertes Abschalten von großen Verbrauchern oder Ortsbereichen. Diese könnten bis zu eineinhalb Stunden dauern und dienen der Stabilisierung der Stromversorgung bei Überlastung.

Notfalltreffpunkte

Passend dazu leitete Wietzel zum Thema Notfalltreffpunkte über. Bereits im September wurde vom Landkreis die „Rahmenempfehlung Notfalltreffpunkte“ an die Kommunen versendet. Dabei geht es darum, bei flächendeckendem Stromausfall einen Anlauf-Punkt für die Bewohner zur Verfügung zu stellen. Bereits Anfang Oktober fand die erste Besprechung mit Christoph Gutmann, Feuerwehr-Kommandant in Utzenfeld, Simon Redling, stellvertretender Geschäftsführer Rotes Kreuz Landkreis Lörrach, und Martin Wietzel statt. Es wurden bereits erste Maßnahmen festgelegt und das weitere Vorgehen besprochen. Weiter berichtete Wietzel, dass bereits ein 22 kVa-Diesel-Generator angeschafft und im Werkhofgebäude aufgestellt wurde. So kann bei Stromausfall das Feuerwehrgerätehaus sowie der Werkhof von eben dieser Ersatzstromquelle versorgt werden. Beide Gebäude seien durch die Wärmepumpe auch im Winter und bei Stromausfall beheizbar.

Christoph Gutmann informierte, dass das Feuerwehrgerätehaus im Notfall nur bedingt nutzbar sei. Die Gemeindehalle könne jedoch genutzt werden. Simon Redling informierte zur Absetzung des Notrufs sowie über Patienten, die zu Hause Strom benötigen für Beatmungsgeräte oder andere lebenserhaltende Maßnahmen. Er erklärte, dass die Lebensmittelversorgung nicht nur von der Gemeinde, sondern auch durch Selbstversorgung erfolgen müsse. Dabei wurde auch auf den „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ hingewiesen. Ein weiteres Treffen des Organisationsteams wird bald stattfinden, heißt es in einer Mitteilung.

Fels gesichert

Wietzel informierte die Bürger außerdem, dass ein weiterer Felsblock oberhalb der B 317 in Höhe Obermatt festgestellt wurde. Er sei jedoch kürzlich durch eine Fachfirma gezielt zum Abgang gebracht worden.

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