Verkehr in Maulburg Freie Wähler fordern Tempo 30 auf Ortsdurchfahrt

PD
Ein Tempo-30-Schild, das aus Lärmschutzgründen aufgestellt wurde. Foto: Maximilian Müller

Die Fraktion der Freien Wähler Maulburg fordert Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt. Zudem kritisiert sie die übergeordneten Verkehrsbehörden.

Die Freien Wähler stellen zwei Forderungen: Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt, also auf der Adelhauser und der Hermann-Burte-Straße, und den Beitritt zur Initiative für stadtverträglichen Verkehr. Das Thema soll in der Sitzung am Montag behandelt werden.

Alle Bemühungen, auf der L 139 den Verkehr zu verlangsamen, sicherer, schadstoffärmer und weniger laut zu gestalten, seien bisher an der Zustimmung der Verkehrsbehörden gescheitert, heißt es in einer Pressemitteilung der Freien Wähler. Diese blockierten Anfragen regelmäßig mit Argumenten wie niedrigen Unfallzahlen und zu wenigen Fahrzeugen.

Doch immer wieder fragten Anwohner der Hermann-Burte-Straße, warum vor ihrer Haustür kein Tempo 30 möglich sei, dafür aber aus Lärmschutzgründen in der westlichen Alemannenstraße sowie in den Ortsdurchfahrten in Langenau, Enkenstein, Wieslet, Adelhausen, Degerfelden auf derselben L 139.

Frustration wegen Behörde

Es frustriere zunehmend, „dass wir uns in dieser Frage schon seit Jahren mit billigen Argumenten auswärtiger Behördenvertreter abspeisen lassen müssen, anstatt vor Ort entscheiden zu können“, schreiben die Freien Wähler. Sie fordern die Gemeindeverwaltung auf, einen erneuten Versuch zu unternehmen. Ähnliche erfolgreiche Initiativen in Nachbarorten gäben Anlass zur Hoffnung.

Viele Gefahrenpunkte

Außerdem sehen die Freien Wähler eine dichte Kette von Gefahrenpunkten an der Ortsdurchfahrt: das künftige Ende des Dinkelberg-Radwegs mit Übergang bei der Dorfmatt, die Überwege am Friedhof und am Floßkanal, die Waldkindergarten und Friedhof bedienen, die enge Ochsenkurve, der Fußgängerüberweg am Rathaus, die unübersichtliche Situation am Marktplatz mit der Bushaltestelle, der kurvenreiche und unübersichtliche Abschnitt zwischen Köchlinstraße und Bahnübergang und die Kreuzung von Bahnhofstraße und Blostweg.

Außerdem ist die Strecke beidseitig mit Fahrradpiktogrammen markiert und als Fahrradroute ausgewiesen. Die Freien Wähler schlagen daher Tempo 30 von der Einmündung der Dorfmatt in die L 139 bis etwa 50 Meter nordöstlich der Kreuzung von Bahnhofstraße und Blostweg vor.

Die Freien Wähler verweisen auch auf wissenschaftliche Untersuchungen zum Tempo 30 innerorts. Demnach erhöhe sich die Fahrzeit auf kurvenreichen Straßen unwesentlich. Die Unfälle mit Schwerverletzten gingen durchschnittlich um 75 Prozent, die mit Leichtverletzten um 58 Prozent zurück. Die Lärmbelastung sinke deutlich, besonders bei Kurven und Engstellen, und der Ausstoß von Schadstoffen sinke.

Mehr Eigenständigkeit

Den Beitritt zur Initiative für stadtverträglichen Verkehr begründen die Freien Wähler damit, dass sich diese dafür einsetzt, dass Kommunen die Möglichkeit bekommen, ihre Verkehrsthemen eigenständig anzugehen und Tempobeschränkungen dort anzuordnen, wo sie es für sinnvoll erachten. Dabei gehe es nicht um ein generelles Tempolimit auf Ortsstraßen.

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