Mit einem Sommerfest haben die Schüler des Kant-Gymnasiums den Abschluss des Schuljahres gefeiert. 44 programmatische Kultur- und Sport-projekte, die allesamt aus Ideen der Schülermitverwaltung entstanden sind, und die Mithilfe der Eltern machten das Sommerfest zu einem Erlebnis.

Weil am Rhein (sc). „Alles ist klar geregelt“, sagte Schulleiter Martin Haas. Der Elternbeirat unter dem Vorsitz von Wolfgang Riedl sorge routiniert für die Organisation des Festes, das das Schuljahr „schön abrunde“. Unter den Gästen fanden sich ehemalige Schüler. Und Besucher der Partnerschule aus Landser in Frankreich feierten ebenfalls mit. Abteilungsleiter Rainer Isak, der zuständig für die Schülermitverwaltung (SMV) ist, zeigte sich sehr beeindruckt davon, dass die SMV ein so großes Projekt in die Hand genommen habe. „Dieser Einsatz ist im Sinne von selbstwirksamem Lernen“, stellte Isak fest. Das Lehrerkollegium habe die SMV in jeder Hinsicht unterstützt. Beeindruckt zum einen von der Atmosphäre, zum anderen vom Einsatz der Eltern war auch Oberbürgermeister Wolfgang Dietz. Das Miteinander trage zum Zusammenhalt in der Schule bei, meinte der OB, der sich über den Schüleraustausch mit Landser freute.

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Während die Schüler ihre Projekte im Schulhaus und auf dem Schulhof vorstellten, widmeten sich die Eltern der Bewirtung der Besucher. Gegrilltes, Salate, ein multikulturelles Buffet, Kuchen, Eiscreme – für jeden Geschmack wurde etwas angeboten.

Auf dem Schulhof fanden Spiele statt. Die Rollifreunde begleiteten Schüler beim Rollstuhlfahren, und an den Tischen kam es zu netten Begegnungen und Gesprächen. Belegt waren auch die zwei Innenhöfe, wo sommerfrische Cocktails angeboten wurden.

Schüler der achten und zehnten Klasse hatten sich beispielsweise „Brasilien“ als Projekt ausgesucht. Caipirinha, selbstverständlich alkoholfrei, und brasilianisches Käsegebäck fanden sich an diesem Stand. Gleich nebenan gab es russischen Zupfkuchen zu kaufen. Andrei Pavel (15) und Sofian Sora (14) hatten sich mit acht anderen Schülern für das Projekt Backen in Russland entschieden. Drei Tage lang buken die Jugendlichen, das Rezept hatten sie aus dem Internet herausgesucht.

Im Eingangsbereich konnte ein Heft erworben werden, in dem die einzelnen Projekte, in den unterschiedlichen Sprachen vorgestellt wurden. Ron Elezi (12) aus der 5a und Manuel Arbeiter (11) aus der 5c boten die Projektführer aktiv gegen eine kleine Spende an. Großen Zuspruch fand das Torwandschießen auf dem Schulhof.

Das Sommerfest des Kant-Gymnasiums war wieder eine runde Sache.