Weil am Rhein 70 Jahre Garten- und Landschaftsbau Eise

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Jürgen Eise und Petra Wüst von „Eise – natürlich schöne Gärten“ vor dem Betriebssitz im Haltinger Gewerbegebiet am Lütemannsweg. Foto: Ralph Lacher

Weil am Rhein-Haltingen (os). Ein traditionsreiches aber doch hochmodern ausgerichtetes Weiler Unternehmen, der Garten-und Landschaftsbaubetrieb Eise mit Sitz in Haltingen, kann dieser Tage auf 70 Jahre Betriebsbestehen in Familientradition zurückblicken. Gefeiert wird dies mit einem internen Fest mit den Mitarbeitern und ihren Familien am heutigen Freitag. Dabei sollen auch Arbeitsjubilare aus dem Eise-Fachkräfte-Team geehrt werden.

Inhaber und Geschäftsführer Jürgen Eise erinnert daran, dass seine Großeltern, Franz und Angela Eise, am 1. März 1952 in Weil am Rhein, an der damaligen Eimeldingerstraße, der heutigen Römerstraße, einen Gärtnereibetrieb mit dem Schwerpunkt Zierpflanzen, Grabschmuck und -pflege sowie kleinere Arbeiten im Bereiche Gartengestaltung gründeten. Zuerst in einem Holzgebäude neben der Gärtnerei lebend, erbauten die Eises 1963 ein Wohnhaus mit einem kleinen Blumenladen. Zu Jahresbeginn 1969 erfolgte die Übergabe des Betriebs an Sohn und Gärtnermeister Siegfried Eise und dessen Ehefrau Ursula. Die Eltern von Jürgen Eise und seiner im Betrieb seit Jahrzehnten mitarbeitenden Schwester Petra Wüst bauten den Garten- und Landschaftsbau auf und aus, ebenso wie den Bereich Zierpflanzen und Floristik. In dieser Zeit wickelte die Firma viele Großbaustellen und öffentliche Aufträge ab, etwa das Schwimmbad Rheinfelden, das Hallenfreizeitbad Laguna in Weil am Rhein oder die LGS Lörrach. Die Ausweitung des Betriebs im Garten- und Landschaftsbau machte gleichzeitig eine räumliche Ausdehnung des Betriebs notwendig. Da dies am Standort Römerstraße nicht möglich war, ging Siegfried Eise Ende der 1970er-Jahre auf die Suche nach einem geeigneten Gelände für die Erweiterung. Im damals neu entstehenden Gewerbegebiet im Haltinger Entenschwumm wurde der Unternehmer fündig. Im September 1981 wurde der Standort für den Garten- und Landschaftsbau in Haltingen am Lütemannsweg in Betrieb genommen. Gleichzeitig setzte Siegfried Eise den Schwerpunkt weg von öffentlichen Aufträgen und Bauträgerprojekten hin zur Gestaltung von Privatgärten. In dieser Zeit wurden auch die ersten Aufträge in Frankreich abgewickelt. Später kam auch die Schweiz als Tätigkeitsgebiet hinzu.

Auch am angestammten Standort an der Römerstraße erfolgten Erweiterungsmaßnahmen. Im August 1983 wurde der Blumenladen an der Römerstraße erweitert und dort 1990 ein modernes Gartencenter erstellt. In Haltingen erweiterte man 1991 durch einen Mustergarten. Jürgen Eise, staatlich geprüfter Techniker im Bereich Garten- und Landschaftsbau, war nach der Ausbildung 1992 in den elterlichen Betrieb zurückgekehrt und übernahm diesen zu Jahresbeginn 1998 als verantwortlicher Geschäftsführer. Gleichzeitig wurden die Gärtnerei und das Gartencenter an der Römerstraße an einen ehemaligen Mitarbeiter verkauft. Ein schwerer Schlag für den jungen Betriebsinhaber Eise und natürlich auch den Vater sowie das Team war ein Einbruch mit hohem Sachschaden im Januar 1998. Die Räume wurden mit viel Einsatz auch der Mitarbeiter wieder hergerichtet, und in den folgenden Jahren entwickelte sich der Betrieb, in dem Jürgen Eises Schwester Petra Wüst seit 1986 tätig ist, stetig voran. Dem trug man vor knapp acht Jahren mit dem Umbau der Räume in Haltingen Rechnung.

Im selben Jahr, 2015, erfolgte auch die Eröffnung der Niederlassung in der Schweiz in der Hafenstraße in Basel. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 38 Mitarbeiter, davon zwei Bauleiter, zwei kaufmännische Angestellte, elf Vorarbeiter, 18 Landschaftsgärtner(innen) und Helfer sowie fünf Azubis. Das Unternehmen arbeitet regional im Umkreis von rund 30 Kilometern in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Auftraggeber sind hauptsächlich Privatkunden, rund 80 Prozent, aber auch verschiedene Firmen und die Stadt Weil am Rhein.

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